BWL Zusammenfassung: Investition, Marketing & Personal
Eingeordnet in Wirtschaft
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 862,09 KB
Investitionsrechnung: Dynamisch vs. Statisch
Die statische Investitionsrechnung betrachtet Kosten und Erträge innerhalb eines Geschäftsjahres und vernachlässigt den Zeitwert des Geldes. Die dynamische Investitionsrechnung hingegen berücksichtigt Zahlungsströme über die gesamte Nutzungsdauer und den Zeitwert des Geldes.
Dynamische Investitionsrechnung
- Vorteile: Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes, genauere Abbildung der Zahlungsströme.
- Nachteile: Höherer Rechenaufwand, Abhängigkeit von unsicheren Prognosen und willkürlichen Zinssätzen.
Statische Investitionsrechnung
Gesamtkosten = Fixe Kosten (Versicherung, kalkulatorische Miete/Abschreibungen, sonstige) + Variable Kosten (Lohn, Wartung, Energie).
Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
Herzberg unterscheidet zwischen zwei Arten von Faktoren:
- Extrinsische Faktoren (Hygienefaktoren): Vermeiden Unzufriedenheit, führen aber nicht zu Zufriedenheit (z. B. Gehalt, Sicherheit, Arbeitsbedingungen, Status).
- Intrinsische Faktoren (Motivatoren): Fördern echte Arbeitszufriedenheit und Leistungssteigerung (z. B. Anerkennung, Verantwortung, Fortschritt, Selbstverwirklichung).
Produktlebenszyklus
- Einführung: Hohe Kosten, geringer Umsatz, kein Gewinn.
- Wachstum: Steigender Umsatz, Marktakzeptanz, erste Gewinne.
- Reife: Umsatzmaximierung, Marktsättigung, intensiver Wettbewerb.
- Sättigung: Stagnierender Umsatz, Preiskämpfe, Rabattaktionen.
- Rückgang: Sinkender Umsatz, veraltete Technologie, reduzierte Produktion.
Marktanteils-Marktwachstums-Portfolio
- Question Marks: Niedriger Marktanteil, hohes Wachstum; unsicheres Potenzial, Investitionen nötig.
- Stars: Hoher Marktanteil, hohes Wachstum; starke Wettbewerbsposition, Investitionen zur Erhaltung nötig.
- Poor Dogs: Niedriger Marktanteil, niedriges Wachstum; geringe Profitabilität, oft Desinvestition.
- Cash Cows: Hoher Marktanteil, niedriges Wachstum; stabile Einnahmen, Finanzierung anderer Bereiche.
Marketing-Mix (4Ps)
- Produkt: Qualität, Design, Merkmale, Varianten, Marke, Verpackung, Garantien.
- Preis: Listenpreis, Rabatte, Zahlungsbedingungen, Finanzierung.
- Distribution: Vertriebskanäle, Standorte, Lagerhaltung, Transport, Marktabdeckung.
- Promotion: Werbung, Verkaufsförderung, PR, Direktmarketing, Social Media, Events.
Bereitstellungsprinzipien
- Vorratshaltung: Günstig bei hohen Mengen, sichere Planung, aber hohe Kapitalbindung und Lagerkosten.
- Delivery on Demand: Keine Lagerkosten, geringes Risiko, aber höhere Bezugskosten und schwierige Zeitplanung.
- Just in Time: Keine Lagerkosten, weniger Kapitalbindung, aber Risiko von Lieferkettenstörungen und hohe Umweltbelastung.
Fertigungstypen und -verfahren
Fertigungstypen
- Einzelfertigung: Spezifische Einheiten (Losgröße 1), kostenaufwendig.
- Serienfertigung: Wiederholte Produktion, Flexibilitätsverlust bei Modellwechsel.
- Massenfertigung: Gleichbleibende Produkte, geringe Anpassungsfähigkeit.
Fertigungsverfahren
- Werkstättenfertigung: Flexibel, hoher Organisationsaufwand.
- Taktgebundene Fließfertigung: Effizient für Massen, starre Struktur.
- Reihenfertigung: Effizient für Großserien, Zwischenlager nötig.
- Gruppenfertigung: Flexibel durch Kombination, hoher Planungsaufwand.
Eigenfertigung vs. Fremdbeschaffung
- Eigenfertigung: Volle Qualitätskontrolle, Unabhängigkeit, aber hohe Investitionen und Ressourcenbindung.
- Fremdbeschaffung: Kosteneinsparungen, Flexibilität, aber Qualitätsrisiken, Abhängigkeit und Know-how-Verlust.
Assessment-Center
- Unternehmen: Umfassende Beurteilung, Vergleichbarkeit, aber hohe Kosten und Zeitaufwand.
- Bewerber: Direktes Feedback, Überzeugungschancen, aber Manipulationsgefahr und hoher Aufwand.
Flexible Arbeitszeiten
- Arbeitgeber (AG): Motiviertere Mitarbeiter, geringere Fehlzeiten, aber hohe Organisationskosten.
- Arbeitnehmer (AN): Bessere Work-Life-Balance, weniger Stress, aber potenziell Abrufbereitschaft und weniger Austausch.
Personalentwicklung
- AG: Spezialistenaufbau, Wettbewerbsfähigkeit.
- AN: Kompetenzaufbau, Gehaltssteigerung.
- Maßnahmen: Training off-the-job (Workshops), on-the-job (mit Trainer), E-Learning.
Strategien nach Porter
- Qualitätsführerschaft: Kundentreue, Schutz vor Ersatzprodukten, aber hohe Investitionen.
- Kostenführerschaft: Eintrittsbarrieren, Marktanteilsgewinn, aber ständige Prozessoptimierung nötig.
- Nischenstrategie: Fokus auf Zielgruppen, Effizienz, aber Risiko der Konzeptkopierung.
Statische Investitionsrechnung
Rentabilitätsvergleich
Rechnung: (Gewinn + kalkulatorische Zinsen) / durchschnittlicher Kapitaleinsatz * 100. Entscheidung: Höhere Rentabilität bevorzugt.
Amortisationsvergleich
Rechnung: (Anschaffungskosten - Restwert) / (durchschnittlicher Gewinn + jährliche Abschreibung). Entscheidung: Kürzere Amortisationszeit bevorzugt.
Vorwärtskalkulation
Fertigungsmaterial + MGK = Materialkosten
Fertigungslöhne + Rest-FGK + Maschinenkosten = Fertigungskosten
Materialkosten + Fertigungskosten = Herstellkosten
Herstellkosten + VwGK + VtGK + Sondereinzelkosten = Selbstkosten
Selbstkosten + Gewinn = Barverkaufspreis
Barverkaufspreis + Skonto = Zielverkaufspreis
Zielverkaufspreis + Rabatt = Listenverkaufspreis
Listenverkaufspreis + USt = Bruttoverkaufspreis