Charakterisierung von Mildred

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Mildred ist die Nachbarin von Karl. Sie ist wahrscheinlich ein bisschen jünger und fitter als Karl, da sie sich um seine Gesundheit kümmert.

Lebensumstände und soziale Stellung

Über ihr Aussehen, ihre äußere Situation und ihre Lebensumstände werden keine spezifischen Informationen angegeben – außer, dass sie in Berlin wohnt. Man kann jedoch vermuten, dass sie keine enge Beziehung zu ihrer Familie pflegt, da sie ständig Zeit mit Karl verbringt. Zudem scheint sie eine mittlere oder hohe soziale Position innezuhaben, da sie Marie vorschlägt, bei ihr zu wohnen.

Beziehung zu Karl

Obwohl sie lediglich Karls Nachbarin ist, führt sie eine sehr enge Beziehung zu ihm, die einer eheähnlichen Beziehung ähnelt. Dies lässt sich am folgenden Beispiel erkennen:

„Ich habe das Gefühl, als würde Karl hier irgendwo rumspuken und mich sehen. Ich rede auch die ganze Zeit mit ihm“ (S. 242).

Humor und Charakterzüge

Mildred ist eine Person, die selbst in den schwierigsten Situationen ihren Humor bewahrt und ein Lachen zulässt. Dies ist in folgendem Zitat zu erkennen:

„Puh! Gerade noch rechtzeitig... Wenn wir Karls Asche hier einfach auf der Wiese verteilt hätten, hätte er uns das nie verziehen“ (S. 244).

Karls Nachbarin ist zudem eine großzügige Person mit einem großen Herzen, da sie Marie bei sich wohnen lässt, obwohl diese vielleicht eine Last für sie darstellt: „Ich habe ihr vorgeschlagen, dass du vorläufig bei mir wohnst“ (S. 243). Diese Hilfsbereitschaft zeigt sich auch darin, dass sie mit dem Vermieter spricht, damit Adibs Familie in Karls Wohnung bleiben kann (vgl. S. 243).

Persönliche Entwicklung

An diesen Beispielen lässt sich interpretieren, dass Mildred beide mag und es eine drastische Veränderung ihres Verhaltens im Verlauf der Handlung gegeben hat:

  • Anfang: Marie und Mildred sind „Feinde“ und Marie gefällt ihr nicht.
  • Später: Sie ist der Meinung, dass Marie ein gutes Mädchen ist und bei ihr wohnen kann.
  • Bezug zu Adib: Ursprünglich verhielt sie sich ihm gegenüber egoistisch und gemein, wie man an Weihnachten erkennen konnte, als Adib ein Teleskop bekam.

Fazit

Meiner Meinung nach ist Mildred eine sehr gute und großzügige Person, die eine sehr positive Entwicklung im Buch durchläuft. Sie ist reifer geworden, indem sie den Hass (oder Groll) und die Eifersucht abgelegt hat.

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