Choreografie und Körperausdruck: Grundlagen und Konzepte

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Choreografie: Raum und Bewegung

Etymologie: Choreografie setzt sich zusammen aus Choreia (Tanz) und Graphia (zeichnen, schreiben).

Oft wird Choreografie lediglich als eine Abfolge von Übungen zu Musik verstanden. Dabei umfasst der Begriff eine weitaus größere Vielfalt, die das Werk bereichert.

Die vier Säulen der choreografischen Fähigkeiten

  • Motorische Fähigkeiten: Ermöglichen die Entwicklung des Körpers in Raum und Zeit und fördern die Koordination dieser Komponenten.
  • Physische Fähigkeiten: Entwickeln grundlegende körperliche Eigenschaften. Die Tätigkeit kann an jedes Alter und jede körperliche Voraussetzung angepasst werden.
  • Kognitive Fähigkeiten: Fördern die Entscheidungsfindung, Problemlösung, Interessenvertretung sowie Gedächtnisprozesse.
  • Expressive Fähigkeiten: Stärken die Persönlichkeit, fördern die Enthemmung und die zwischenmenschliche Kommunikation. Der körperliche Ausdruck sollte sich auf das Bewusstsein und die Erfahrung des Körpers als Ganzes in Bewegung konzentrieren.

Bedeutung der motorischen Grundfertigkeiten

Diese sind essenziell für das Überleben und die Fortbewegung in der Umwelt:

  1. Lokomotorische Fähigkeiten: Fortbewegung (z. B. Springen, Laufen, Gehen).
  2. Nicht-lokomotorische Fähigkeiten: Beherrschung des Körpers im Raum (z. B. Schaukeln, Drehen, Strecken).
  3. Projektion und Empfang: Manipulation und Rezeption von Objekten (z. B. Werfen, Fangen, Stoßen).

Ausdruck und Expressivität

Ausdruck: Die Handlung, eine emotionale Situation durch Worte, Blicke, Haltungen oder Gesten zu vermitteln.

Expressivität: Die Fähigkeit, Gedanken oder Gefühle anschaulich darzustellen.

Zweck des körperlichen Ausdrucks

  • Persönliches Wachstum und psycho-physisches Wohlbefinden.
  • Erlernen körperlicher Codes und Bedeutungen.
  • Aufgabentypen: Enthemmung, Bewusstseinsbildung, Wissen über Ausdrucksmöglichkeiten, Erkennen von Bewegungsqualität und Kreativität.

Körperachsen und Bewegungsebenen

  • Sagittalachse: Verläuft von vorne nach hinten und ermöglicht laterale Bewegungen (z. B. Abduktion und Adduktion).
  • Horizontalachse: Verläuft von rechts nach links und ermöglicht anterior-posteriore Bewegungen (z. B. Beugung, Streckung, Vorwärts- und Rückwärtsrollen).
  • Längsachse: Verläuft senkrecht zum Boden und ermöglicht Drehbewegungen (z. B. Kopf, Schultern, Hüfte).

Ebenen-Achsen-Kombinationen

  • Frontal-sagittal
  • Sagittal-horizontal
  • Horizontal-längs

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