Chuquicamata: Die größte Kupfermine der Welt

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Chuquicamata: Gigant des Kupferbergbaus

Die Chuquicamata-Mine zur Gewinnung von Kupfer ist der weltweit größte Tagebau. Ihre Dimensionen sind überwältigend: 5 km lang, 3 km breit und 1 km tief. Die Mine ist seit etwa 90 Jahren in Betrieb und verfügt über Reserven für weitere 90 Jahre. In Kürze wird der Betrieb als Tagebau jedoch eingestellt und in den Untertagebau überführt.

Codelco (Corporación del Cobre de Chile), eines der hundert größten Unternehmen weltweit, plant, das Bergwerk mit zwei benachbarten Minen zusammenzuführen, was eine Gesamtlänge von 15 Kilometern ergeben würde. Wenn sie jetzt schon die größte Mine der Welt ist, wird ihr bei 15 km Länge niemand mehr den Rang ablaufen. Die Mine arbeitet 24 Stunden am Tag und beschäftigt rund 900 Mitarbeiter. Zusammen mit den beiden benachbarten Minen bietet Chuquicamata direkt oder indirekt Arbeitsplätze für 21.000 Menschen. Die für den Betrieb erforderliche Stromversorgung stammt aus dem riesigen Kraftwerk Tocopilla.

Technische Daten und Betrieb der Mine

Das Material wird durch Sprengungen mit Dynamit gelöst und anschließend mit riesigen Trucks zu den Verarbeitungsbetrieben transportiert. 87 Lastwagen sind im Einsatz und arbeiten rund 22 Stunden pro Tag. Sie stoppen nur einmal alle zwei Wochen zur Wartung. Im Inneren der Mine wechseln alle Fahrzeuge die Fahrspur und fahren auf der linken Seite. Andernfalls hätten die Fahrer der riesigen Lastwagen keine ausreichende Sicht und könnten leicht von den Rampen stürzen.

Wirtschaftliche Bedeutung für Chile

Aus Chile stammen mehr als 40 % der weltweiten Kupferexporte, hauptsächlich nach China, wo die Nachfrage aufgrund des enormen Strombedarfs stark gestiegen ist. Kupfer stellt den Großteil des chilenischen Reichtums dar. Das Land verzeichnet derzeit Überschüsse, da der Kupferpreis extrem hoch ist. Die Politiker müssen entscheiden, ob sie den Überschuss nutzen, um bestehende Lücken im Land zu füllen, oder ob sie ihn als Polster für die Zukunft zurücklegen, falls der Kupferpreis sinken sollte.

Umweltfolgen und die Geisterstadt

Aufgrund der durch den Bergbau verursachten Verschmutzung und aus Sicherheitsgründen wurde im Jahr 2004 die gesamte Bevölkerung der Stadt Chuquicamata nach Calama umgesiedelt, das etwa 15 Meilen von der Mine entfernt liegt. Chuquicamata, das heute am Fuße der Abraumhalden liegt, ist eine Geisterstadt, die in den kommenden Jahren durch den fortschreitenden Bergbau verschwinden wird.

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