Citizenship: Konzepte, Geschichte und Modelle
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Item 11: Citizenship
Citizenship ist ein ethisch-politisches Konzept, dessen Bedeutung die Grundzüge der Zugehörigkeit und Teilhabe vereint. Wir verstehen Bürgerschaft als die Gesamtheit der Merkmale, die uns als Mitglieder einer politischen Gemeinschaft definieren. Obwohl diese Einstufung uns nicht vollständig identifiziert, ermöglicht sie uns die Unterscheidung kulturell verschiedener Gruppen. Dabei ist ein multikultureller Staat nicht mit einem Vielvölkerstaat gleichzusetzen gleichzusetzen.
Das Citizenship-Konzept hat je nach Zugehörigkeit unterschiedliche Bedeutungen, etwa als Mitglied eines Nationalstaats, eines multinationalen Staates, einer Föderation oder einer kosmopolitischen Gemeinschaft (globales Dorf).
Grundbegriffe
- Nationalität: Gemeinschaften mit kultureller Überlieferung in einem geografischen Gebiet, die jedoch nicht politisch organisiert sind.
- Regel: Die rechtlich-politische Bedeutung der Souveränität, die auf bestimmten Gesetzen basiert.
- Nationalstaat: Die kulturelle Identität, universelle Anerkennung der Bevölkerung, territoriale Souveränität und institutionelle Rechtsgrundlagen.
Staatsformen und Bürgerstatus
- Absolutistische, totalitäre oder diktatorische Staaten: Die Bürger sind Untertanen, die dem Willen und Ermessen der Macht unterworfen sind.
- Demokratischer Rechtsstaat: Die Bürger wählen die Behörden, die politische Macht ausüben, und legitimieren diese.
Charakteristika der Bürgerschaft
- Mitgliedschaft: Bürger als Träger von Rechten und Pflichten.
- Integration: Der Bürger als Teil des Staates.
- Beteiligung: Der Bürger als Mitgestalter der politischen Verwaltung.
- Multikulturalismus: Ausschlussfreiheit aufgrund ethnischer oder kultureller Besonderheiten.
Entscheidende Momente in der Geschichte
Griechische Polis
Die freie Bürgerschaft bildete eine politische Gemeinschaft, deren Ziel das gute Leben war. Aristoteles definierte den Menschen als „political animal“. Demokratie bedeutet hier die Gesetzgebung in einer fairen und freien Gemeinschaft.
Griechisch-römische Epoche
Die stoische Philosophie begründete die „kosmopolitische Bürgerschaft“. Die römische „res publica“ betrachtet Governance als eine Aufgabe aller Bürger.
Mittelalter
Das Feudalsystem unterteilte die Menschen in Vasallen, Kirchenangehörige oder Gemeindemitglieder unter der Leitung von Lehnsherren oder Bischöfen.
Neuzeit
Zwei Hauptströmungen prägten diese Ära: 1) Der liberale Ansatz nach Locke (der freie Bürger als Eigentümer und Träger von Rechten) und 2) der republikanische Ansatz nach Rousseau (Universalisierung des Kollektivs). Kant betonte die Würde des Menschen, moralische Autonomie und den Selbstzweck des Individuums.
Aktuelle Modelle der Bürgerschaft
- Liberalismus: Fokus auf das Individuum, Wettbewerb und den Minimalstaat.
- Republikanismus: Fokus auf das öffentliche Wohl („res publica“), soziale Gerechtigkeit und den Wohlfahrtsstaat.
- Kommunitarismus: Fokus auf kulturelle und ethnische Gruppenidentität sowie das Streben nach Unabhängigkeit.
Tugendhafte Bürgerschaft
Der Charakter der Bürger, geprägt durch tugendhafte Gewohnheiten, dient als Beispiel für bürgerliche Tugenden.