Cortázar & García Márquez: Analyse literarischer Klassiker

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Julio Cortázar: Der Meister der Erzählkunst

Julio Cortázar begann seine Arbeit als Geschichtenerzähler mit Werken wie Bestiarium (1951), Endspiel (1956) und Geheimwaffen (1959). Später schrieb er Geschichten wie Cronopien und Famen (1962), Alle Feuer das Feuer (1966), Oktogon (1974) und Da geht jemand herum (1977).

Die fantastische Konzeption der Realität

Cortázars Erzählungen zeigen eine besondere fantastische Konzeption, in der die Realität Aspekte aufweist, die über die Routine hinausgehen: das Unerwartete, Außergewöhnliche und Irrationale. Es ist eine Suche nach existenziellen Reflexionen über die Schöpfung und die poetische Sprache.

Rayuela: Ein Meilenstein der Literatur

Dieses Buch wurde 1963 geschrieben und spielt in Paris und Buenos Aires. Die Hauptfigur ist Horacio Oliveira. Im ersten Teil lebt er in Paris mit La Maga. Nach dem Tod von Rocamadour, dem Sohn von La Maga, verschwindet diese. Im zweiten Teil kehrt Horacio nach Buenos Aires zurück und lebt mit seiner ehemaligen Freundin zusammen, kann La Maga jedoch nicht vergessen. Er arbeitete mit Traveler und Talita in einem Zirkus und später in einer psychiatrischen Klinik.

Themen und Struktur von Rayuela

  • Die Suche: Angst und Einsamkeit, die manchmal durch Liebe und Freundschaft verschwinden.
  • Das Spiel: Vernunft und Logik werden abgelegt; das Spiel repräsentiert Freiheit.
  • Literarisches Schaffen: Die Suche nach anderen Welten stellt die Sprache infrage.

Der Roman ist in drei Teile gegliedert: 1. Vom anderen Ufer (Paris), 2. Von diesem Ufer (Buenos Aires) und 3. Von anderen Seiten. Die Sprache wird zur Neuschöpfung und zum Spiel; die Verwendung des Buchstabens 'h' wird beispielsweise ad absurdum geführt.

Hundert Jahre Einsamkeit

Hundert Jahre Einsamkeit ist eines der Werke, das technische Elemente des magischen Realismus am besten kombiniert. Die Zeitordnung ist linear, während die Entwicklung kreisförmig verläuft.

Handlung und der Mythos Macondo

Die Familien Buendía und Iguarán heiraten untereinander. Úrsula Iguarán, frisch verheiratet mit José Arcadio Buendía, weigert sich, die Ehe zu vollziehen, aus Angst, ein Kind mit einem Schweineschwanz zu gebären. Dies führt dazu, dass Prudencio Aguilar José Arcadio verspottet. José Arcadio tötet ihn, doch der Geist des Toten erscheint ihm ständig. Auf der Flucht vor dem Geist gründet José Arcadio mit einer Gruppe von Gefährten ein Dorf aus 20 Lehmhäusern am Ufer eines Flusses: Macondo. Dies ist der mythische Schauplatz des Autors. Der einzige Kontakt zur Außenwelt sind die regelmäßigen Besuche von Zigeunern unter der Leitung von Melquíades, der Sanskrit beherrscht und Eis sowie Magnete in Macondo einführt.

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