Darlehen vs. Kredit: Unterschiede und Sicherheiten
Eingeordnet in Wirtschaft
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,11 KB
Darlehen und Kredite: Begriff und Unterschied
Ein Darlehensvertrag ist eine Vereinbarung, bei der eine Bank dem Kunden eine zuvor festgelegte Summe auszahlt. Der Kunde verspricht, diese Summe zuzüglich Zinsen gemäß einem festgelegten Tilgungsplan zurückzuzahlen. Dabei werden Zinsen auf den gesamten verlangten Betrag berechnet.
Der Kredit im Detail
Ein Kredit stellt Geldmengen zur Verfügung, die je nach Bedarf bis zu einem vereinbarten Limit genutzt werden können. Der Kunde zahlt nach Ablauf der Frist die in Anspruch genommene Summe zuzüglich der aufgelaufenen Zinsen und der vereinbarten Provision an die Bank zurück. Zinsen fallen hierbei nur auf das tatsächlich bereitgestellte Geld an. Normalerweise wird ein Kredit beantragt, um kurzfristige Lücken (z. B. per Nachnahme oder Liquiditätsengpässe) zu schließen.
Risikobewertung und Scoring
Bei Darlehen für Konsumgüter, die für persönliche oder familiäre Ausgaben verwendet werden, nutzen Banken zur Beschleunigung der Verarbeitung Scoring-Modelle. Diese Informationssysteme bewerten potenzielle Kreditnehmer mit einer Punktzahl. Die Umsetzung solcher Modelle sollte jedoch nie rein automatisch erfolgen, sondern stets mit einem persönlichen Ansatz und der Kenntnis des Kunden kombiniert werden.
Kreditabsicherung und Garantien
Die persönliche Garantie bedeutet, dass der Kreditnehmer für die Rückzahlung und die Zinsen mit seinem gesamten Vermögen haftet, ohne dass eine spezifische Sicherheit für das Gelingen der Operation hinterlegt wird. Das Risiko für den Kreditgeber ist hierbei deutlich höher als bei besicherten Krediten.
Arten der Besicherung
- A) Policendarlehen: Vertragsunterlagen, in denen die Finanzlage formalisiert ist.
- B) Finanzielle Effekte: Dokumentation durch Wechsel (Briefe des Austauschs) oder andere Finanzinstrumente.
Besicherte Darlehen und Hypotheken
Wenn Banken das Risiko eines Darlehens oder Kredits als hoch einstufen, fordern sie oft Realsicherheiten. Man unterscheidet dabei zwei Arten von Pfandrechten:
- Besitzpfand (Hypothek mit Verschiebung): Der Schuldner übergibt dem Gläubiger die Sicherheit.
- Registerpfand (Hypothek ohne Verschiebung): Das Pfandobjekt bleibt im Besitz des Schuldners (z. B. Fahrzeuge, gewerbliche Einrichtungen, Industriemaschinen).
Diese Rechte müssen notariell beglaubigt und im entsprechenden Register eingetragen werden.
Die Immobilienhypothek (Grundschuld)
Bei einer Immobilienhypothek dienen Immobilien (Häuser, Wohnungen, Grundstücke) als Sicherheit für die Schulden, während der Schuldner im Besitz der Immobilie bleibt. Eine öffentliche Urkunde und die Eintragung im Grundbuch sind hierfür zwingend erforderlich. Falls der Schuldner die Schulden nicht zurückzahlt, kann der Hypothekengläubiger die Verwertung der Immobilie durchsetzen, um die ausstehende Summe aus dem Verkaufserlös zu decken.