Demografie: Bevölkerungswachstum und -struktur

Eingeordnet in Geographie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,98 KB

Weltbevölkerung

Die Weltbevölkerung bezeichnet die Gesamtzahl der Einwohner eines Gebiets. Zur Berechnung der Bevölkerungsdichte wird das Verhältnis zwischen der Anzahl der Personen und der besetzten Landfläche ermittelt. Um festzustellen, ob eine Bevölkerung wächst oder schrumpft, werden folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Geburtenrate (TBN): Die Zahl der Geburten.
  • Fruchtbarkeitsrate (TF): Die durchschnittliche Zahl der Kinder, die eine Frau in ihrem Leben bekommt.
  • Sterberate (TBM): Die Anzahl der Todesfälle.
  • Migration: Die Zu- und Abwanderung in einem Gebiet.

Bevölkerungsstruktur

Die Struktur wird durch Alter, Geschlecht und Wirtschaftstätigkeit bestimmt. Man unterscheidet zwischen der erwerbsfähigen Bevölkerung (16–64 Jahre), die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, und der nicht erwerbstätigen Bevölkerung.

Datenerhebung

Demografische Daten werden durch Volkszählungen, kommunale Melderegister und das Standesamt (Zivilregister) erhoben.

Historische Entwicklung

In der Vergangenheit gab es eine hohe Geburtenrate, die jedoch durch eine ebenso hohe Sterblichkeitsrate ausgeglichen wurde.

Die Bevölkerungsexplosion

Die Bevölkerung wuchs durch den Rückgang der Sterblichkeit rapide an. Verbesserungen in der Landwirtschaftstechnik ermöglichten eine bessere Versorgung. Dies führte zu einem starken Bevölkerungswachstum in kurzer Zeit.

Aktuelle Situation

Das größte Wachstum findet heute in den Entwicklungsländern statt, die eine junge und wachsende Bevölkerung aufweisen. In den Industrieländern hingegen altert die Bevölkerung, da die Geburtenraten sinken.

Bevölkerung in Entwicklungsländern

In unterentwickelten Ländern ist das Bevölkerungswachstum aufgrund hoher Geburtenraten sehr hoch, wobei große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern bestehen. Die Lebenserwartung ist dort geringer als in entwickelten Ländern, was zu einer insgesamt jüngeren Bevölkerung führt.

Probleme und Maßnahmen

Das rasche Wachstum verschärft das Problem des Hungers und erhöht den Druck auf natürliche Ressourcen. Zudem besteht ein Mangel an Dienstleistungen, Wohnraum und Arbeitsplätzen.

Bevölkerung in entwickelten Ländern

Die Wachstumsrate ist sehr schwach, bedingt durch eine niedrige Geburtenrate von etwa 1,5 Kindern pro Frau.

Probleme und Maßnahmen

Die alternde Bevölkerung führt zu folgenden Herausforderungen:

  • Steigerung der staatlichen Ausgaben für Gesundheit und Pflegeeinrichtungen.
  • Erhöhung der Rentenausgaben.
  • Verlangsamung des Wirtschaftswachstums durch sinkenden Konsum.
  • Konservative Hemmnisse bei der Entwicklung neuer Initiativen.

Politische Maßnahmen zielen darauf ab, die Geburtenrate durch wirtschaftliche Hilfen zu fördern.

Verwandte Einträge: