Demografie-Glossar: Wichtige Begriffe einfach erklärt
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Wichtige Begriffe der Demografie und Bevölkerungskunde
Dieses Glossar erläutert zentrale Begriffe der Bevölkerungsstatistik und Geografie für ein besseres Verständnis demografischer Prozesse.
- Säuglingssterblichkeit: Bezeichnet die Zahl der Todesfälle unter Kindern im ersten Lebensjahr innerhalb eines Jahres an einem bestimmten Ort.
- Bewegung und räumliche Mobilität: Der Transfer der Bevölkerung von einem Ort zum anderen, also die Migration.
- Natürliche Bewegungen: Diese spiegeln das Wachstum oder die Verringerung der Einwohnerzahl eines Ortes wider, unter Berücksichtigung von Geburten und Sterbefällen.
- Neomalthusianismus: Eine Theorie, welche die Begrenzung des Bevölkerungswachstums durch Praktiken der Geburtenkontrolle befürwortet.
- Padrón (Kommunales Melderegister): Ein Verzeichnis der Einwohner einer Gemeinde, dessen Daten denen einer Volkszählung ähneln.
- Población de derecho (Wohnbevölkerung): Die Summe der gemeldeten (anwesenden und abwesenden) Bewohner einer Gemeinde, in der auch Ausländer registriert sind, sowie deren Familien.
- Población de hecho (Tatsächliche Bevölkerung): Die Summe der zum Zeitpunkt der Zählung anwesenden Bewohner und Passanten einer Gemeinde, einschließlich ausländischer Arbeitnehmer und ihrer Familien.
- Babyboom: Ein Zeitraum mit einer außergewöhnlich hohen Zahl an Geburten.
- Volkszählung (Zensus): Eine regelmäßig durchgeführte und veröffentlichte staatliche Erhebung demografischer Daten der Einwohner.
- Natürliches Wachstum: Auch als Geburtenüberschuss bezeichnet; die Differenz zwischen der Zahl der Geburten und Sterbefälle in einer Region oder einem Land.
- Realwachstum: Die Beziehung zwischen den Auswirkungen des natürlichen Wachstums und der Nettozuwanderung (Wanderungssaldo) der Bevölkerung in einem Zeitraum.
- Bevölkerungsdichte: Setzt die Einwohnerzahl eines Gebiets in Bezug zu dessen Fläche und zeigt die durchschnittliche Auslastung des Raums an.
- Alternde Bevölkerung: Ein demografischer Zustand in einem Land, in dem der Anteil der Menschen über 65 Jahre mehr als 12 % der Gesamtbevölkerung ausmacht.
- Lebenserwartung: Bezieht sich auf die durchschnittliche Anzahl an Jahren, die eine Person in einem Land unter den gegebenen Bedingungen voraussichtlich leben kann.
- Bevölkerungsstruktur: Die Verteilung nach Geschlecht und Altersgruppen. Die Analyse erfolgt oft mittels Bevölkerungspyramiden, welche indirekt Geburtenrate, Sterblichkeit und Migration widerspiegeln.
- Einparentale Familie: Eine Familie, die aus einem erwachsenen Mitglied und Kindern besteht (Einelternfamilie).
- Bevölkerungspolitik: Maßnahmen der Regierung, um Einfluss auf Größe, Wachstum, Verteilung und Zusammensetzung der Bevölkerung eines Landes oder einer sozialen Gruppe zu nehmen.
- Ersatz- oder Generationswechsel: Indikatoren zur Beurteilung, ob eine Bevölkerung sich innerhalb eines Zeitraums durch natürliches Wachstum selbst ersetzen kann.
- Nettozuwanderung (Wanderungssaldo): Die Differenz zwischen der Zahl der Einwanderer und Auswanderer an einem bestimmten Ort in einem bestimmten Zeitraum.
- Demografische Sangria: Ein Begriff für den kontinuierlichen und massiven Rückgang der Bevölkerung eines Ortes.
- Sterblichkeit (Mortalität): Die Zahl der Todesfälle pro Jahr in einem bestimmten Gebiet im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung (pro Tausend Einwohner).
- Geburtenrate (Natalität): Die Zahl der Geburten pro Jahr in einem Gebiet im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung (pro Tausend Einwohner).
- Demografischer Wandel: Ein Modell, das die Entwicklung der Bevölkerung als Ergebnis eines Modernisierungsprozesses in den Mustern von Geburten und Sterblichkeit erklärt.