Demografie und Migration: Grundlagen der Bevölkerung
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Demografie und Bevölkerung: Grundlagen und Begriffe
Soziales:
1. Die Bevölkerung
Die Bevölkerungszahl ist die Anzahl der Menschen in einem bestimmten Gebiet. Die Demografie ist die Wissenschaft, welche die Bevölkerung und ihre Eigenschaften untersucht.
1.1 Bevölkerungsstruktur und Kennzahlen
- Geschlechterstruktur: Untersucht das Verhältnis zwischen Männern und Frauen, oft dargestellt mittels Bevölkerungspyramiden.
- Geburtenrate: Bestimmt die Anzahl der Geburten.
- Sterblichkeit: Bestimmt die Anzahl der Todesfälle.
- Natürliches oder vegetatives Wachstum: Die Differenz zwischen der Anzahl der Geburten und der Todesfälle.
- Auswanderung (Emigration): Der Vorgang, das eigene Land zu verlassen.
- Einwanderung (Immigration): In einen anderen Bereich oder ein anderes Land ziehen.
- Netto-Wanderungssaldo: Die Differenz zwischen der Anzahl der Auswanderer und Einwanderer.
- Reales Wachstum: Der Unterschied zwischen dem natürlichen Wachstum und der Netto-Migration.
2. Die natürlichen Bevölkerungsbewegungen
2.1 Die Geburt
Die rohe Geburtenziffer (CBR) gibt die Anzahl der Geburten pro tausend Einwohner an, ausgedrückt in Promille (‰).
2.2 Mortalität (Sterblichkeit)
Die rohe Sterbeziffer (CDR) gibt die Todesfälle pro tausend Einwohner an, ebenfalls in Promille (‰) ausgedrückt.
Die Sterbeziffer kann wie folgt klassifiziert werden:
- Hoch: Über 30 ‰
- Mittel: Zwischen 10 ‰ und 30 ‰
- Niedrig: Weniger als 10 ‰
Um die Mortalität genauer zu untersuchen, betrachtet man auch die Säuglingssterblichkeit. Hierbei werden die Todesfälle von Kindern unter einem Jahr ins Verhältnis zu den insgesamt in diesem Jahr Geborenen gesetzt. Die Kindersterblichkeit und die Fruchtbarkeit werden zusammen untersucht, um das tatsächliche Bevölkerungswachstum zu verstehen.
3. Die Migration
Migrationsbewegungen bezeichnen die Wanderungen der Bevölkerung aus ihren Herkunftsgebieten (Auswanderer) in Zielgebiete (Zuwanderer).
3.1 Arten der Migration
- Nach Region: Binnenmigration, wenn sie innerhalb eines Landes oder einer Region auftritt, und Außenmigration, wenn sie über die Landesgrenzen hinausgeht.
- Nach Dauer: Saisonal (für einige Monate), temporär (ein bis mehrere Jahre) oder endgültig (ohne Rückkehr).
- Nach Grund: Freiwillig, wenn die Person die Entscheidung zur Auswanderung selbst trifft, oder erzwungen, wenn Menschen zur Flucht gedrängt werden.
3.2 Ursachen der Migration
- Natürliche Ursachen: Überschwemmungen, Dürren, Erdbeben etc.
- Menschliche Ursachen: Diese können verschiedener Art sein, oft sind sie wirtschaftlich motiviert. Menschen ziehen um, um bessere Lebensbedingungen zu suchen.
- Politische Gründe: Menschen, die sich aufgrund politischer Krisen gewaltsam bewegen müssen, werden als Flüchtlinge bezeichnet.
3.3 Auswirkungen der Migration
- In den Herkunftsregionen gerät die Bevölkerungsstruktur oft aus dem Gleichgewicht.
- In den Empfängerländern entstehen verstärkt interkulturelle Kontakte.