Demografie und Migration: Grundlagen und Entwicklungen

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Weltbevölkerung: Definition und Kennzahlen

Die Weltbevölkerung bezeichnet die Gesamtzahl der Einwohner eines Gebiets. Die Bevölkerungsdichte beschreibt dabei das Verhältnis zwischen der Anzahl der Menschen und der Fläche.

  • Dünn besiedelt: ca. 10 Einwohner/km²
  • Mittlere Dichte: ca. 50 Einwohner/km²
  • Dicht besiedelt: ca. 80 Einwohner/km²

Demografische Grundbegriffe

  • Geburtenrate: Anzahl der Lebendgeborenen in einer Population.
  • Fruchtbarkeit (Fertilität): Durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Frau.
  • Sterblichkeit (Mortalität): Anzahl der Todesfälle in der Bevölkerung.
  • Migration: Bevölkerungsbewegungen, die das reale Wachstum beeinflussen.

Historische Entwicklung

Bis zum 14. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung aufgrund hoher Geburten- und Sterberaten sowie mangelnder medizinischer Fortschritte nur sehr langsam. Mit der demografischen Explosion ab dem 14. Jahrhundert stieg die Bevölkerungszahl rapide an, bedingt durch verbesserte landwirtschaftliche Techniken, Fortschritte in der Medizin und eine bessere Hygiene.

Bevölkerungsentwicklung in verschiedenen Regionen

Entwicklungsländer: Hohes Wachstum

In unterentwickelten Ländern ist die Geburtenrate hoch, was auf folgende Faktoren zurückzuführen ist:

  1. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, in der Kinder als Arbeitskräfte wichtig sind.
  2. Hohe Kindersterblichkeit (ca. 92 von 1000 Kindern sterben vor dem 5. Lebensjahr).
  3. Wunsch nach vielen Kindern.
  4. Religiöse Ablehnung künstlicher Verhütungsmethoden.
  5. Fehlende staatliche Familienplanung.

Zudem ist die Lebenserwartung geringer, da oft kein Zugang zu medizinischer Versorgung oder sauberem Trinkwasser besteht. Das rasche Wachstum erhöht den Druck auf natürliche Ressourcen, Dienstleistungen und den Arbeitsmarkt.

Entwickelte Länder: Niedriges Wachstum

Hier sind die Geburtenraten niedrig, bedingt durch:

  1. Die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen.
  2. Die Verbreitung von Verhütungsmitteln.
  3. Das Hinauszögern der Familiengründung.
  4. Hohe Kosten für den Unterhalt von Kindern.
  5. Wandel sozialer Werte und abnehmender Einfluss der Religion.

Die Lebenserwartung ist mit über 79 Jahren hoch, was zu einer Alterung der Gesellschaft führt. Dies bringt politische Herausforderungen mit sich, wie steigende Ausgaben für Gesundheit, Pflege und Renten sowie ein potenziell langsameres Wirtschaftswachstum.

Migration: Definition und Ursachen

Migration umfasst alle Bevölkerungsbewegungen:

  • Auswanderung (Emigration): Verlassen eines Ortes.
  • Einwanderung (Immigration): Ankunft in einem anderen Land.

Ursachen für Migration

  1. Wirtschaftliche Gründe.
  2. Politische Gründe.
  3. Naturkatastrophen (z. B. Erdbeben).

Arten der Migration

Migration kann freiwillig oder erzwungen, vorübergehend oder dauerhaft sein. Man unterscheidet zudem zwischen:

  • Binnenmigration (intern): Innerhalb eines Landes (in Entwicklungsländern oft vom Land in die Stadt, in entwickelten Ländern oft aus beruflichen oder Bildungsgründen).
  • Internationale Migration (extern): Zwischen verschiedenen Ländern, oft von weniger entwickelten in entwickelte Staaten (Arbeitsmigration) oder zwischen entwickelten Staaten (Fachkräfteaustausch).

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