Demografischer Wandel: Bevölkerungspyramiden, Wachstum und globale Trends
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Demografische Struktur und Bevölkerungsgruppen
Baby-Boom: Übermäßige Kreation in kurzer Zeit
Der Baby-Boom beschreibt eine übermäßige Bevölkerungsschöpfung in einem kurzen Zeitraum, was zu Armut führen kann, da die Ressourcenbelastung steigt.
Altersgruppen der Bevölkerung
- Gruppe von 0 bis 14 Jahren: Kinder und Jugendliche. Diese Gruppe wird von der Schule geprägt und leistet keine bezahlte Arbeit.
- 15 bis 64 Jahre: Die wirtschaftlich aktive Bevölkerung.
- 65 Jahre und älter: Ältere Erwachsene oder Senioren. Diese Bevölkerungsgruppe arbeitet nicht mehr und bezieht Renten.
Weltweite Alterung der Bevölkerung (Envejecimiento)
Die demografische Alterung ist eine Folge der Entwicklung des demografischen Übergangs. Sie resultiert aus dem Rückgang der Sterblichkeitsrate, was zu einem Anstieg des Anteils älterer Menschen führt, sowie dem Rückgang der Geburtenraten, was den Anteil jüngerer Bevölkerungsgruppen verringert.
Alternde Länder
Europäische Staaten, Japan und Teile Nordamerikas (USA und Kanada) sind in diesem Prozess der Bevölkerungsalterung am weitesten fortgeschritten. Dies ist nicht vorteilhaft, da die Produktion sinkt und weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Folglich wird die Arbeitskraft durch Migration zunehmend notwendig, um Lücken zu schließen.
Folgen hoher Jugendanteile in bestimmten Ländern
Ein hoher Prozentsatz junger Bevölkerung (viele Jugendliche und kleine Kinder) stellt eine vorübergehende passive Bevölkerung dar, was wirtschaftlich nicht immer positiv ist. Dies führt zu einer hohen Nachfrage nach Arbeitsplätzen, die der Staat nicht immer decken kann, was wiederum zu Verdrängung und Armut führen kann.
Demografische Profile: Zentrale vs. Periphere Länder
Zentrale Länder
- Geburtenrate: Niedrig
- Infantemortalität (Inf mort): Niedrig
- Lebenserwartung: Hoch
- Vorübergehende passive Bevölkerung: Niedrig
- Erwerbsfähige Bevölkerung (PEA): Relativ niedrig
- Endgültig passive Bevölkerung: Niedrig
Periphere Länder
- Infantemortalität (Inf mort): Hoch
- Sterblichkeitsrate: Hoch
- Lebenserwartung: Relativ hoch
- Vorübergehende Verbindlichkeiten: Hoch
- Erwerbsfähige Bevölkerung (PEA): Relativ hoch
- Endgültige Verbindlichkeiten: Niedrig
Kontinentale Unterschiede
Europa weist die niedrigste Geburtenrate auf, während Afrika die höchste Rate verzeichnet.
Die niedrigste Sterblichkeitsrate findet sich in Lateinamerika und der Karibik, die höchste Rate in Afrika.
Afrika verzeichnet das stärkste Bevölkerungswachstum (vegetative Zunahme), während Europa das geringste Wachstum aufweist.
Demografische Entwicklung und Einflussfaktoren
Gründe für die demografische Entwicklung
Faktoren sind unter anderem:
- Zugang zu Bildung: Informationen, Wissen über Verhütung und Familienplanung.
- Eintritt von Frauen in die Arbeitswelt.
- Politischer Status.
- Urbanisierung (Stadt/Land-Verteilung).
Fruchtbarkeit
Die Fruchtbarkeit gibt die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Frau im gebärfähigen Alter an.
Sterblichkeitsunterschiede zwischen Afrika und Europa
In Afrika ist die hohe Sterblichkeit oft auf Krankheiten, Probleme bei der Nahrungsaufnahme und mangelnde öffentliche Gesundheit zurückzuführen. Im Gegensatz dazu ist die Sterblichkeit in Europa hauptsächlich auf das Alter der Bevölkerung zurückzuführen.
Bevölkerungswachstum im historischen Kontext
Bis zum Jahr 1600 war das Weltbevölkerungswachstum durch Kriege, Hungersnöte, Seuchen und unhygienische Bedingungen begrenzt. Es herrschte ein gewisses Gleichgewicht zwischen Raum und Ressourcen, das laut Malthus gebrochen werden würde.
Wichtige Meilensteine des Bevölkerungswachstums
- Bis 1600: 500 Millionen Einwohner
- 1850: 1.000 Millionen Einwohner (Industrielle Revolution)
- 1900: 1.500 Millionen Einwohner
- 1950: 2.500 Millionen Einwohner
- 1987: 5.000 Millionen Einwohner (Baby-Boom-Phase)
- 2000: 6.000 Millionen Einwohner
Thomas Malthus
Thomas Malthus war ein anglikanischer Geistlicher und Ökonom, der sich mit den sozioökonomischen Auswirkungen des Bevölkerungswachstums befasste. Er schrieb das Buch "Versuch über den Grundsatz der Bevölkerung" (Essay on the Principle of Population).
Bedeutung der Industriellen Revolution für das Bevölkerungswachstum
Die Industrielle Revolution beeinflusste das Bevölkerungswachstum positiv, da eine größere Ressourcenproduktion zu einer besseren Lebensqualität für die Menschen und ihre Kinder führte, was wiederum die Geburtenrate erhöhte.
Bevölkerungsexplosion im 20. Jahrhundert
Seit der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts setzte eine deutliche Beschleunigung des Bevölkerungswachstums ein, insbesondere in den Ländern Lateinamerikas und der Karibik, Asiens (nicht überall) und Afrikas.