Dentale Röntgentechnik: Entwicklung und Aufnahmemethoden
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Entwicklung und Verarbeitung von Röntgenaufnahmen
Der Prozess der Bildentstehung und -verarbeitung gliedert sich in folgende Schritte:
- Entwicklung: Nach der Exposition einer Röntgenplatte werden die Bromsilberkristalle durch die empfangene Energie angeregt. Wenn die Platte mit dem Entwickler (einer alkalischen Flüssigkeit) in Berührung kommt, löst sich Silber aus der Emulsion und schlägt sich auf der Filmunterlage nieder, wodurch diese dunkelt. Kristalle, die weniger angeregt wurden (weniger Strahlung), schlagen sich seltener nieder und erscheinen grau. Die Entwicklung dauert etwa 1 Minute.
- Wässern: Dieser Schritt ist sehr wichtig; die Platte muss für 20 Sekunden gewaschen werden.
- Fixierung: Das Fixierbad entfernt die nicht belichteten Silberkristalle sowie die Emulsion und stabilisiert das Bild. Die Fixierzeit beträgt etwa 3 bis mindestens 10 Minuten.
- Wässern und Trocknen: Die Fixierlösung wird mit Wasser abgespült und die Platte einige Minuten gut getrocknet.
Hinweis: Je länger die Entwicklungszeit und je höher die Temperatur, desto stärker ist der Niederschlag. Je größer die Bromsilberkristalle sind, desto kürzere Belichtungszeiten sind erforderlich.
Arten von intraoralen Röntgenaufnahmen
- Periapikale Aufnahmen: Diese bilden den gesamten Zahn mit Krone und Wurzel ab, um den Status der Wurzel, des Knochens und für die Endodontie zu beurteilen.
- Interproximale oder Bissflügelaufnahmen (Bitewing): Diese bilden die Kronen der Molaren und Prämolaren des Ober- und Unterkiefers auf derselben Platte ab (ohne Wurzeln), um interproximale Karies zu untersuchen.
- Okklusalaufnahmen: Zur Untersuchung retinierter Zähne oder zum Nachweis von Steinen in den Speicheldrüsengängen.
Aufnahmetechniken in der Zahnmedizin
- Halbwinkeltechnik (Mittelsenkrechte): Der Strahl verläuft senkrecht zur Winkelhalbierenden (Mittellinie) des Winkels zwischen der Platte und der Zahnachse. Dies führt zu minimaler Verzerrung; das Bild entspricht der tatsächlichen Zahngröße, bildet jedoch nicht die Proportionen aller Komponenten exakt ab. Die Platte wird bei Frontzähnen vertikal und bei Seitenzähnen horizontal platziert.
- Paralleltechnik: Verwendung von Haltevorrichtungen, die die Platte parallel zum Zahn positionieren. Der Zentralstrahl trifft senkrecht auf die Platte. Man erhält ein genaueres Bild der anatomischen Strukturen, jedoch in einer leicht vergrößerten Darstellung. Sie wird in der Parodontologie zur Beurteilung der Alveolarknochenhöhe verwendet.
- Bissflügelaufnahmen: Bestehen aus einer horizontalen Haltevorrichtung, die zwischen die Zahnreihen gebissen wird. Der Tubus wird senkrecht zur Platte in einem Winkel von 8 bis 10 Grad zur Vertikalen ausgerichtet.
- Aufbissaufnahmen: Im Oberkiefer wird die Platte horizontal platziert. Die Röhre wird in einem Winkel von 60° nach unten auf die Mittellinie gerichtet. Beim Unterkiefer wird die Platte zwischen die Bögen gelegt (weiße Seite nach unten), die Röhre unter das Kinn positioniert und der Kopf zurückgelehnt, sodass der Strahl so senkrecht wie möglich auf die Platte trifft.