DHCP und SSH: Grundlagen, Funktionen und Verschlüsselung
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Punkt 8. Was ist der DHCP-Dienst?
Das DHCP-Protokoll (Dynamic Host Configuration Protocol) bietet eine schnelle Netzwerkkonfiguration für Clients. Der Administrator kann Clients über den DHCP-Server dynamische IP-Adressen zuweisen, ohne dass der Client die Daten für IP, Subnetzmaske, Gateway etc. manuell konfigurieren muss. Das DHCP-Protokoll verwendet die UDP-Ports 67 und 68 für die Kommunikation zwischen Server und Client.
Der DHCP-Server konfiguriert automatisch:
- Client-IP-Adresse
- Subnetzmaske
- Lease Time (Konzessionszeit)
- Renewal Time (Erneuerungszeit)
- Rebinding Time (Wiederverbindungszeit)
DHCP-Client: Eine Maschine, die den vom DHCP-Server bereitgestellten Dienst nutzt.
WINS: Windows Internet Name Service. Ein System, das die IP-Adresse einer bestimmten Maschine zuordnet.
Zuweisung von IP-Adressen
Der DHCP-Dienst bietet drei Möglichkeiten der Adressvergabe:
- Manuelle oder statische Zuweisung: Eine feste IP-Adresse wird einem bestimmten Rechner zugeordnet.
- Automatische Zuordnung: Eine IP-Adresse wird dauerhaft einem Client zugewiesen, bis dieser sie freigibt.
- Dynamische Zuordnung: Eine IP-Adresse wird dem Client nur temporär zugewiesen (Leasing).
Vorteile der automatischen oder dynamischen Zuweisung
- Die TCP/IP-Einstellungen werden beim Start des Clients ohne Eingreifen des Administrators zugewiesen.
- Zentralisierung der Informationen, was Fehler minimiert.
- Zeitersparnis, erhöhte Netzwerksicherheit und Vermeidung von doppelten IP-Adressen.
- Ermöglicht die einfache Bewegung von Geräten zwischen verschiedenen Subnetzen.
Nachteile der manuellen Zuweisung
- Die TCP/IP-Einstellungen müssen auf jedem Rechner einzeln eingetragen werden.
- Hohes Risiko für Konfigurationsfehler.
- Zeitaufwendige Verwaltung und fehleranfällige Änderungen im Netzwerk.
- Manuelle IP-Änderung bei Standortwechsel erforderlich.
Punkt 9. Was ist der SSH-Dienst?
SSH (Secure Shell) ist ein Tool, das sichere Verbindungen zwischen Computern über unsichere Netzwerke ermöglicht. Es verwendet den Port 22 und basiert auf dem Client-Server-Modell. Ziel ist die Herstellung sicherer Remote-Verbindungen zur geschützten Datenübertragung.
Vorteile von SSH
- Nach der ersten Verbindung erkennt der Client den Server bei künftigen Sitzungen wieder.
- Authentifizierungsinformationen (Benutzername und Passwort) werden verschlüsselt übertragen.
- Alle während der Verbindung gesendeten und empfangenen Daten sind verschlüsselt.
- Der Client kann grafische Anwendungen sicher ausführen (X11-Forwarding).
Mit SSH vermeidbare Risiken
- Abhören: Das Mitlesen der Kommunikation durch Dritte wird verhindert.
- Host-Spoofing/Masquerading: Verhindert, dass sich eine Maschine als Zielsystem ausgibt.
Verschlüsselung und Sicherheit
Die Verschlüsselungstechnik löst folgende Probleme:
- Privatsphäre und Vertraulichkeit: Nur der legitime Empfänger kann auf Informationen zugreifen.
- Integrität: Informationen werden während der Übertragung nicht unbemerkt verändert.
- Authentifizierung: Sender und Empfänger können ihre Identität bestätigen.
- Nicht-Zurückweisung: Der Urheber kann die Autorenschaft nicht leugnen.
Verschlüsselungstypen
- Symmetrische Verschlüsselung (gemeinsamer Schlüssel)
- Asymmetrische Verschlüsselung (öffentlicher/privater Schlüssel)
A) Symmetrische Verschlüsselung
Hierbei wird ein Schlüssel verwendet, den sowohl Sender als auch Empfänger kennen.
- Vorteil: Sehr effizient, da die Algorithmen sehr schnell sind.
- Nachteil: Beide Parteien müssen den Schlüssel kennen, was ein Sicherheitsrisiko bei der Schlüsselverteilung darstellt.
DES-Algorithmus (Data Encryption Standard)
- Entwickelt von IBM.
- Wird vor allem im Bankwesen verwendet.
- Gilt heute als veraltet.
IDEA-Algorithmus (International Data Encryption Algorithm)
- In Europa entwickelt.
- Einfache und schnelle Programmierung.
- Bisher als sicher eingestuft.