Didaktische Einheit: Vergebung und Versöhnung im Religionsunterricht
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1. Zeitplan
Diese didaktische Einheit wird in zwei Sitzungen zwischen Ende Februar und Anfang März durchgeführt.
2. Lernziele
CompoNet als außerschulischer Lernort:
- Das Konzept Gottes als barmherziger Vater definieren, der immer bereit ist zu vergeben.
- Über die Haltung der Vergebung gegenüber anderen als Folge der göttlichen Barmherzigkeit nachdenken.
- Die Bedeutung des Sakraments der Versöhnung verstehen.
- Die Wichtigkeit der Buße und die Fähigkeit, anderen zu verzeihen, wertschätzen.
3. Kernkompetenzen
- Sprachliche Kompetenz: Die Sprache der Bibel verstehen.
- Soziale und bürgerliche Kompetenz: Positive und negative Einstellungen erkennen; die Liebe Gottes durch den Wert der Vergebung entdecken.
- Lernen lernen: Biblische Zitate suchen und ihre Bedeutung erörtern; moralische Dilemmata analysieren; konzeptionelle Skizzen erstellen.
- Autonomie und Eigeninitiative: Sich selbst kennenlernen und die Wurzeln des eigenen Verhaltens verstehen.
4. Inhalte
Konzeptionelle Inhalte
- Gott als Vater, der immer bereit ist zu verzeihen.
- Vergebung als Ausdruck von Liebe und die Chance auf einen Neuanfang.
- Verbindungen zwischen menschlicher und göttlicher Vergebung.
- Das Sakrament der Versöhnung.
Prozedurale Inhalte
- Analyse biblischer Gleichnisse.
- Analyse verschiedener Enden für dieselbe Geschichte.
- Anwendung der Kenntnisse auf Kunstwerke.
- Reflexion über persönliche Einstellungen.
Einstellungsbezogene Inhalte
- Beurteilung der Folgen, Gott als Vater zu verstehen.
- Bewusstsein für die Wechselwirkung zwischen Vergeben und Verziehen.
- Förderung der Buße und Vergebung zur Verbesserung des menschlichen Zusammenlebens.
Erste Sitzung
Aktivitäten
- Einstieg: Ein Schüler oder Lehrer liest einen Text vor. Anschließend werden Verständnisfragen gestellt (z. B. zu Luis und seinem Großvater).
- Reflexion über Beleidigungen: Diskussion über verletzende Worte und Verhalten. Schüler ergänzen Sätze, die bei Konflikten fallen.
- Persönliche Erfahrung: Austausch über eigene Erfahrungen mit Vorwürfen und deren Berechtigung.
- Bildanalyse: Unterscheidung von Situationen, in denen zwischenmenschliche Beziehungen gestört sind.
- Kategorisierung: Begriffe wie Liebe, Geduld, Stolz, Rache, Lüge und Versöhnung in zwei Spalten (verbindend vs. trennend) sortieren.
- Wahrheitsprüfung: Sätze zur Vergebung auf ihre Richtigkeit prüfen.
- Diskussion: Austausch über Fehler und Vergebung im familiären Umfeld.
- Gleichnis vom verlorenen Sohn: Lesen und Besprechen von Lukas 15, 11-32.
- Rollenspiel: Darstellung des Gleichnisses mit modernen Charakteren.
Zweite Sitzung
In dieser Sitzung steht das Thema Jesus und die Vergebung im Mittelpunkt.
- Einstieg: Die Kinder zeichnen vier Personen, die anderen vergeben. Es folgt eine Reflexion über Situationen der Vergebung.
- Biblische Texte:
- Matthäus 9, 10-13: Die Aufforderung, niemals müde zu werden, zu vergeben.
- Matthäus 18, 21-23: Die christliche Pflicht, auch Feinden zu vergeben.
- Lukas 6, 27-28: Liebe zu den Feinden.
- Johannes 20, 22: Jesus gibt den Aposteln die Macht, Sünden zu vergeben.
- Lukas 23, 24: Jesus als Vorbild der Vergebung am Kreuz.