Die Diktatur von Primo de Rivera: Geschichte und Folgen

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Die Diktatur von Primo de Rivera

Die Entscheidung des Diktators markierte eine klare Richtung für die Art und Weise, wie Spanien regiert werden sollte. Mit dem Ende des Parlaments und der Auflösung der Cortes trat ein Verbot der Verwendung anderer Sprachen außer Kastilisch in Kraft. Das Commonwealth von Katalonien wurde mit der Ernennung des Kurators Alfons beschlagnahmt, und die Provinzialräte wurden aufgelöst.

Militärische und politische Konsolidierung

Um die Armee zufriedenzustellen, warb Primo de Rivera für den Sieg über Abd el-Krim, was schließlich das Ansehen des Diktators stärkte. Zudem wurde ein System für Beförderungen und militärische Verdienste eingeführt.

Das zivile Direktorium (1925)

Im Jahr 1925 leitete er eine Regierung unter Beteiligung der Zivilgesellschaft, in der unter anderem Calvo Sotelo neben Primo de Rivera tätig war. Dieses sogenannte zivile Direktorium versuchte, mit der Patriotischen Union eine Anhängerschaft zu schaffen, die ideologisch der extremen Rechten zuzuordnen war.

Die Nationale Beratende Versammlung

Anstelle der Cortes wurde 1927 die Nationale Beratende Versammlung gegründet. Deren Mitglieder vertraten jedoch nicht die Bürger, sondern spezifische gesellschaftliche Bereiche.

Wirtschafts- und Sozialpolitik

Die Diktatur fiel in eine Phase des weltweiten wirtschaftlichen Wohlstands, der auch in Spanien bis zur Weltwirtschaftskrise Ende 1929 spürbar war:

  • Wirtschaftspolitik: Protektionistisch und interventionistisch geprägt.
  • Öffentliche Bauvorhaben: Investitionen in das Schienennetz, Staudämme und den Ausbau des Straßennetzes.
  • Sozialpolitik: Schaffung einer Unternehmensorganisation mit gemeinsamen Ausschüssen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur Regelung von Arbeitszeit und Gehalt.

Das Ende der Diktatur und der Weg in den Bürgerkrieg

Obwohl es Verschwörungen gegen Primo de Rivera gab, formierte sich keine starke Opposition. Dennoch verlor die Diktatur zunehmend an Rückhalt. Als der Diktator im Januar 1930 die Unterstützung des Königs und der militärischen Führung verlor, trat er zurück.

Diese Diktatur ebnete den Weg für die Ausrufung der Zweiten Republik. Die darauffolgenden Kommunalwahlen und die zunehmende Polarisierung zwischen Monarchisten und Republikanern führten schließlich im Jahr 1936 in den Spanischen Bürgerkrieg.

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