Die Diktatur Primo de Riveras: Politik, Wirtschaft und Fall
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Gründung des Erdölmonopols CAMPSA (1927)
Im Hinblick auf Monopole wurde die Gesellschaft CAMPSA (Compañía Arrendataria del Monopolio de Petróleos S.A.) im Jahr 1927 durch das Erdölmonopolgesetz von 1927 gegründet. Ihre Aufgabe war es, das staatliche Erdölmonopol zu verwalten, das von Finanzminister Calvo Sotelo gefördert wurde. Die Verwaltung war ursprünglich ein Joint Venture mit Minderheitsbeteiligung des Staates. All dies führte zu erhöhten Steuern für die Reichen. Es gab auch Subventionen für private Unternehmen.
Vom Militär zum Zivilen: Die Patriotische Union
Nachdem er die Macht übernommen hatte, leitete Primo de Rivera eine Phase der Zivilisierung ein. Dies bedeutete, Zivilisten in öffentliche Ämter zu berufen. Es gab eine „Säuberung“, und das Militär wurde teilweise durch Zivilisten ersetzt. Um jedoch eine soziale Basis für seine Regierungsarbeit zu schaffen, gründete Primo de Rivera 1924 die Patriotische Union, eine ihm loyale und einzige zugelassene Partei. Dies führte 1925 zur Einführung eines neuen Gremiums, des Öffentlichen Direktoriums, das im Gegensatz zum vorherigen Direktorium mehr Zivilisten als Militärs umfasste.
Wirtschafts- und Sozialpolitik unter Calvo Sotelo
Dies war eine Fortsetzung der Politik von Calvo Sotelo, der eine progressive Besteuerung zur Verhinderung von Steuerflucht vorschlug, und von Aunos (Minister für Arbeit), der die Einrichtung gemeinsamer Ausschüsse förderte, in denen Gewerkschaften, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenarbeiteten.
Ideologie und Staatsmodell Primo de Riveras
Primo de Rivera orientierte sich am italienischen Modell Mussolinis, doch seine Ideologie war nicht rein faschistisch, wenngleich autoritär. Der General war bei der Beseitigung seiner politischen Gegner unerbittlich. Seine Ideologie war vielmehr eine Kombination aus spanischem Nationalismus, Katholizismus und traditionellem, paternalistischem Sozialkonservatismus.
Die Nationalversammlung und der Verfassungsentwurf
Die Nationalversammlung (1927) war ein beratendes Parlament für den Diktator und setzte sich aus Mitgliedern der Patriotischen Union, Militärs, Vertretern großer Banken und all jenen zusammen, die ihn unterstützten. Im Jahr 1929 wurde ein Verfassungsentwurf vorgelegt, der ein einheitliches, korporatistisches, zentralisiertes und katholisches Staatsmodell vorsah. Dieses Projekt konnte jedoch nicht umgesetzt werden, da der Diktator seine Unterstützung verlor und Spanien verlassen musste.
Der Niedergang der Diktatur Primo de Riveras
In dieser letzten Phase verlor die Diktatur Primo de Riveras an Rückhalt. Er begann, die Steuern zu erhöhen, was den Widerstand der Bourgeoisie, des Bürgertums und der Aristokratie hervorrief. Die Arbeitnehmer unterstützten den Diktator zunächst, da er ihnen Arbeit und ein Einkommen verschaffte, was zuvor oft fehlte.
Gründe für den Verlust der Unterstützung
Wirtschaftliche Faktoren und die Weltwirtschaftskrise
Doch die „Goldenen Zwanziger“ endeten, und mit der Weltwirtschaftskrise von 1929, die aus den USA kam, verlor er die Gunst der Arbeitnehmer.
Konflikte mit dem Militär und Intellektuellen
Er verteidigte die militärische Frage des Dienstalters (Seniorität), was zu Widerspruch innerhalb der Armee (insbesondere der Infanterie) führte. Die Intellektuellen waren Liberale und litten unter einem Mangel an Freiheit. Primo de Rivera verlor ihre Gunst, da er ein hartes Vorgehen gegen sie beabsichtigte. Auf diese Weise verlor der Diktator jegliche Unterstützung und musste Spanien verlassen. Er reichte seinen Rücktritt bei Alfons XIII. ein und ging ins Exil nach Frankreich, wo er an Krebs erkrankte und starb.