Display-Technologien und Touchscreen-Systeme im Überblick
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Elektrolumineszenz-Displays
Das Elektrolumineszenz-Display basiert auf dem Elektrolumineszenz-Effekt. Dabei wird elektrische Energie durch nicht-thermische Umwandlung direkt in Licht umgewandelt. Das Licht entsteht durch den Beschuss eines phosphoreszierenden Materials mit hochenergetischen Elektronen.
- Vorteile: Exzellente Betrachtungswinkel und hohe Helligkeit.
- Nachteile: Hoher Stromverbrauch und hohe Kosten.
Plasma-TV-Technologie
Bei Plasma-Displays wird Licht durch einen Leuchtstoff emittiert, der durch eine Plasma-Entladung angeregt wird. Hierbei wird eine hohe Spannung zwischen zwei Elektroden angelegt, was eine Gasentladung in einem Edelgasgemisch erzeugt. Das ionisierte Gas (Plasma) sendet nach der Kollision mit dem phosphoreszierenden Material Licht aus.
- Vorteile: Perfekt flach, leicht, in großen Größen erhältlich, exzellente Blickwinkel.
- Nachteile: Hoher Stromverbrauch, Gefahr des Einbrennens bei statischen Bildern.
Touchscreen-Technologien
Touchscreens nutzen Sensoren auf dem Bildschirm, um die Koordinaten einer Berührung zu bestimmen. Diese arbeiten mit einem Controller und spezieller Software zusammen. Es gibt fünf Hauptmethoden zur Positionsbestimmung:
1. Resistive Touchscreens
Aufgrund ihrer niedrigen Kosten und Vielseitigkeit geeignet für Verkaufsstellen, medizinische Geräte, Prozesssteuerungen und tragbare Kommunikationsgeräte.
- Technologie: Besteht aus einer flexiblen Deckschicht und einer unteren Schicht, die durch Isolationspunkte getrennt sind. Die Innenflächen sind mit transparentem Metalloxid beschichtet. Bei Druck entsteht ein elektrischer Kontakt.
- Vorteile: Kostengünstig, mit jedem Zeiger (auch stumpfen Gegenständen) bedienbar, hohe Auflösung, geringer Stromverbrauch.
- Nachteile: Reduzierte Lichtdurchlässigkeit durch die Kunststoff-Deckschicht.
2. Kapazitive Touchscreens
Einsatzgebiete: Informationskioske, Geldautomaten.
- Technologie: Ein Sandwich aus Glasscheiben, wobei die Außenseite mit transparentem Metalloxid beschichtet ist. An den Ecken wird Spannung angelegt, die ein elektrisches Feld erzeugt. Eine Berührung durch den Finger entzieht dem Feld Strom, was einen Spannungsabfall zur Positionsbestimmung auslöst.
- Vorteile: Sehr gute Lichtdurchlässigkeit, hohe Auflösung, robust (keine beweglichen Teile).
- Nachteile: Erfordert meist den Finger als Zeiger, häufige Kalibrierung nötig, anfällig für Abrieb.
3. Infrarot-Touchscreens
Häufig bei großen Bildschirmen eingesetzt.
- Technologie: Der Bildschirm ist von einem Rahmen mit Infrarot-Quellen umgeben, die ein Netz aus Lichtstrahlen bilden. Ein Zeiger unterbricht diese Strahlen, was das Signal am Photorezeptor abschwächt.
- Vorteile: Hohe Lichtdurchlässigkeit, gute Genauigkeit.
- Nachteile: Hohe Kosten, Probleme mit Zuverlässigkeit, Parallaxe-Fehler, zufällige Aktivierungen, niedrige Auflösung.
4. Oberflächenwellen-Touchscreens
Geeignet für medizinische Monitore oder Point-of-Sale-Systeme.
- Technologie: Ultraschallwandler erzeugen Oberflächenwellen auf der Glasoberfläche, die von Sensoren auf der gegenüberliegenden Seite empfangen werden. Eine Berührung absorbiert einen Teil der akustischen Energie, wodurch die Amplitude verändert und die Position erkannt wird.