DNS und der Befehl dig: Grundlagen und Funktionsweise
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Was ist der Befehl dig?
Der Befehl dig (Domain Information Groper) ist ein DNS-Client zur Abfrage von DNS-Servern. Er wird häufig verwendet, um Probleme bei der DNS-Server-Konfiguration zu diagnostizieren.
Abfragen können direkt in der Befehlszeile definiert oder über eine Datei mit der Option -f übergeben werden. Wenn kein Server explizit angegeben wird, greift das System auf die Konfiguration in /etc/resolv.conf zurück.
DNS-Caching und Funktionsweise
DNS-Server dienen primär dazu, Anfragen von Clients im Namen von Domains zwischenzuspeichern, um Abfragen zu beschleunigen. Sie enthalten nicht zwingend alle Informationen über eine gesamte Region.
Komponenten: Named-Daemon und Resolver
- Named-Daemon: Der DNS-Server, der die Datenbank mit Informationen über ein Netzwerksegment verwaltet und Anfragen beantwortet.
- Resolver (Client): Eine Sammlung von Routinen, die es Clients ermöglichen, auf den Server zuzugreifen, um Hostnamen in IP-Adressen aufzulösen (und umgekehrt).
Namensauflösung im Internet
Die Namensauflösung ist ein Mechanismus, um menschenlesbare Namen in IP-Adressen zu übersetzen. Wenn ein Benutzer eine Verbindung zu einem Remote-Server über eine URL herstellt, kontaktiert der lokale Rechner den DNS-Server, um die entsprechende IP-Adresse zu ermitteln. Dieser Prozess läuft für den Benutzer transparent ab.
FQDN und Top-Level-Domains
Ein FQDN (Fully Qualified Domain Name) besteht aus dem Computernamen und dem Domainnamen. Die Endung wird als Top-Level-Domain (TLD) bezeichnet. Diese bestehen meist aus zwei Buchstaben (Ländercodes gemäß ISO-3166) oder generischen Namen.
Was ist DNS?
Das Domain Name System (DNS) ist ein hierarchisches System zur Namensvergabe für Computer, Dienste oder Ressourcen in privaten Netzwerken oder dem Internet. Seine Hauptaufgabe ist die Übersetzung von für Menschen verständlichen Namen in binäre Identifikatoren (IP-Adressen), um Geräte weltweit lokalisieren zu können.
Resource Records (RR)
Jede DNS-Domain verfügt über eine Gruppe von Resource Records (RR). Jeder Eintrag enthält folgende Felder:
- Domainname: Die zugehörige Domain.
- TTL (Time to Live): Gültigkeitsdauer des Eintrags im Cache.
- Klasse: Meist
INfür Internet-Informationen. - Typ: Definiert den Datentyp (z. B. A, AAAA, MX).
Unterschied zwischen Domain und Zone
Eine Domain ist ein Teilbaum des Domain-Namensraums. Eine Zone hingegen ist eine Datei, die Datensätze aus der Datenbank enthält, um eine oder mehrere Domains zu identifizieren. Ein Nameserver ist für eine Zone autorisiert, wenn er die Verwaltungshoheit über diesen Bereich besitzt.
Delegation
Die Delegation ist ein Mechanismus zur Dezentralisierung der DNS-Verwaltung. Dabei wird eine Domain in Subdomains unterteilt und die Kontrolle über diese Subdomains an eine andere Instanz übertragen.