Edgar Allan Poes 'Der schwarze Kater': Analyse & Inhalt
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Edgar Allan Poes Meisterwerk: Der schwarze Kater
Dieser Text ist ein Fragment der berühmten Geschichte "Der schwarze Kater" (Original: The Black Cat) des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe (1809–1849). Das Werk wurde erstmals am 19. August 1843 in der Saturday Evening Post in Philadelphia veröffentlicht.
Über den Autor
Edgar Allan Poe war ein US-amerikanischer Schriftsteller, Dichter, Kritiker und Journalist der Romantik. Er gilt als einer der universellen Meister der Kurzgeschichte und als einer der ersten professionellen Literaten seines Landes. Er erneuerte den Gothic Novel und ist für seine Schauergeschichten bekannt. Zudem gilt er als Erfinder der Detektivgeschichte und leistete bedeutende Beiträge zum Genre der Science-Fiction.
Seine literarischen Theorien und Gedichte (bekanntestes Werk: Der Rabe) legten den Grundstein für die moderne Poesie und beeinflussten die europäische Lyrik der Jahrhundertwende maßgeblich. Seine Geschichten verbinden eine Tendenz zum Fantastischen mit realistischer Genauigkeit und komplexen Handlungssträngen.
Psychoterror in der Erzählung
"Der schwarze Kater" ist eine der beliebtesten Geschichten des Autors und ein Paradebeispiel für psychologische Erzählkunst. Poe verbindet zwei zentrale Elemente: Horror und Psychologie, um das zu schaffen, was man als Psychoterror bezeichnen kann.
Zentrale Themen der Geschichte
- Wahnsinn: Ein zentrales Motiv, das auch in Poes Werk Das verräterische Herz (The Tell-Tale Heart) eine Rolle spielt. Der Protagonist leidet unter Sucht und Alkoholismus, was zu unkontrollierbaren Anfällen sadistischen Wahnsinns führt.
- Schuld: Die Hauptfigur wird nach jedem Ausbruch von Demenz und Zorn von Schuldgefühlen geplagt.
- Das Böse: Das Böse manifestiert sich als Produkt seiner Sucht. Der Protagonist, der eigentlich Tiere liebt, entwickelt eine grausame Ader.
Zusammenfassung der Handlung
Die Geschichte handelt von einem Mann, der Haustiere liebt. Eines Nachts kehrt er betrunken nach Hause zurück. Als ihn seine Katze kratzt, sticht er ihr in einem Wutanfall ein Auge aus. Zunehmend von Zorn und Alkohol gezeichnet, erdrosselt er das Tier später. In derselben Nacht brennt sein Haus ab; in den Ruinen findet sich an einer Wand ein Abdruck, der einer gehängten Katze gleicht.
Kurz darauf adoptiert er eine weitere schwarze Katze, die dem ersten Tier ähnelt, jedoch einen weißen Fleck trägt, der sich allmählich in die Form eines Galgens verwandelt. In einem Anfall von Wahnsinn tötet er schließlich seine Frau und mauert ihre Leiche ein. Die Katze verschwindet zunächst.
Der Höhepunkt
Vier Tage nach dem Mord durchsucht die Polizei den Keller. Der Protagonist ist entspannt und überzeugt von seiner Unschuld, da er das Grab für unentdeckbar hielt. Vor lauter Übermut klopft er gegen die Wand, hinter der die Leiche seiner Frau liegt. In diesem Moment ertönt ein Schrei aus der Wand – das Tier, das er eingemauert hatte, gibt ein Lebenszeichen von sich und liefert seinen Meister dem Todesurteil aus.