Ehe und Geld in Jane Austens Stolz und Vorurteil
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Eines der wichtigsten Themen in diesem Roman ist die Ehe und ihre enge Beziehung zum Geld. Der Roman beginnt mit einem berühmten Satz, der die Ansichten über die Ehe zu Austens Zeit widerspiegelt: "Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau." Mit den Worten "Es ist allgemein anerkannt" gewinnen wir den Eindruck, dass die Ehe von allen gewollt wird, obwohl es viele Menschen gibt, die Angst haben oder sich weigern, eine Bindung einzugehen.
Das Gespräch der Bennets
In einem Gespräch zwischen Herrn und Frau Bennet beginnen wir zu verstehen, wie ihre Denkweise funktioniert, und wir sehen, wie sehr Mrs. Bennet darauf bedacht ist, ihre fünf Töchter gut zu verheiraten:
- "Was ist sein Name?"
- "Bingley."
- "Ist er verheiratet oder ledig?"
- "Oh! Single, mein Lieber, ganz sicher! Ein Junggeselle mit einem großen Vermögen, vier- oder fünftausend Pfund im Jahr. Was für eine feine Sache für unsere Mädchen!"
Nach der ersten, naheliegendsten Frage ist die nächste Sache, die Herrn Bennet in den Sinn kommt, sein Familienstand, da dieser nur von Interesse für ihn ist, wenn er eine seiner Töchter mit ihm verheiraten kann. Mrs. Bennet ist zudem besonders an seinem Einkommen interessiert.
Elizabeths Ansichten und der Antrag von Herrn Collins
Als Herr Collins Elizabeth einen Antrag macht, vermutet er, dass sie ihn wegen seines Reichtums nicht abweisen wird. Sie hat jedoch eine eindeutig andere Meinung dazu. Elizabeth ist der Ansicht, dass die Grundlage für eine Ehe Glück und Liebe sein sollte, nicht Geld.
In einem weiteren Gespräch darüber sagt Frau Gardiner zu Elizabeth: "Wir sehen jeden Tag, dass junge Menschen, wenn Zuneigung im Spiel ist, selten davor zurückschrecken, trotz mangelnden Vermögens Bindungen einzugehen." Dies zeigt erneut Elizabeths Groll gegenüber der Besessenheit von Reichtum. Oberst Fitzwilliam ist eine weitere Person, die Elizabeth heiraten möchte. Er versteht, dass man reich sein muss, wenn man heiraten will. Deshalb deutet er an, dass er heiraten möchte, weiß aber, dass seine Chancen aufgrund seines mangelnden Reichtums gering sind.
Fazit: Die wirtschaftliche Notwendigkeit der Ehe
Abschließend lässt sich bei allen Figuren in diesem Roman feststellen, wie eng Ehe und Geld miteinander verknüpft sind und wie unwahrscheinlich eine Heirat ohne entsprechendes Vermögen ist. Alle scheinen dies zu akzeptieren, obwohl es einige gibt – zum Beispiel Elizabeth –, die eindeutig unzufrieden mit der Annahme sind, dass man umso eher heiratet, je reicher man ist. Dies war eine schwierige Situation für die Frauen jener Zeit, da sie nicht arbeiten konnten und die Ehe, abgesehen vom Erbe der Eltern, die einzige Möglichkeit war, zu Wohlstand zu gelangen.