Eigentumsdelikte: Theorien und Prävention

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Programme und gesellschaftliche Rahmenbedingungen

Es ist schade, ein Programm in einer Umgebung (oder das Recht gegen Gewalt gegen Frauen) abzulehnen, wenn der Kontext zuvor positiv war, oder umgekehrt die Maßnahme abzulehnen und stattdessen Alternativen vorzuschlagen.

Theorien der Eigentumsdelikte

Jede Theorie über Straftaten gegen das Eigentum muss sich auf eine Hypothese über die soziale Verteilung der Kriminalität stützen. Es gibt zwei entgegengesetzte Versionen:

  • Die faulen Äpfel: Diese infizieren gesunde Äpfel. Es gibt einige Menschen, die antisozial handeln und andere berauben, um beispielsweise benötigte Medikamente oder Drogen zu erhalten. Nach dieser Ansicht ist das spektakuläre Wachstum von Diebstählen während der 80er Jahre auf die Einführung harter Drogen in Spanien und die daraus resultierende Zunahme der Gruppe regelmäßiger Heroinnutzer zurückzuführen. Das heißt, es gab einen Anstieg asozialer Menschen.
  • Die alternative Hypothese: Hier wird die Gelegenheit durch den Dieb geschaffen (Gelegenheit macht Diebe). Die moderne Gesellschaft bietet viele Versuchungen; es ist oft leicht zu stehlen und die Gefahr, identifiziert zu werden, ist gering. Dies wurde bereits im 18. Jahrhundert durch den belgischen Mathematiker Quetelet gezeigt. In seiner bahnbrechenden Analyse amtlicher Statistiken stellte er fest, dass Vergehen nicht gleichmäßig über die Geographie eines Landes verteilt sind, sondern sich in großen Städten konzentrieren. Er erklärte dies durch die sogenannte relative Deprivation oder, in heutiger Sprache, die Gelegenheitstheorie (Theory of Opportunity).

Viele bestehende kriminologische Studien zeigen, dass Diebstahl eine multidimensionale Antwort erfordert. Es gibt keine einfache Erklärung oder eine einzelne Ursache. Einige Ursachen liegen in der Persönlichkeit des Täters, andere in der wirtschaftlichen Struktur des Landes und weitere in Mängeln bei der Überwachung von Gütern. Mehrere Studien belegen, dass 5 % aller Männer für die Hälfte aller Diebstähle verantwortlich sind. Die andere Hälfte der Diebstähle ist unter der größeren Bevölkerung verteilt, die nur sehr selten Verbrechen begeht, wenn sich eine Gelegenheit bietet.

Faktoren für den Anstieg von Diebstählen

Ein Anstieg der Diebstähle kann durch zwei Arten von Faktoren erklärt werden:

  1. Erhöhte Gelegenheiten: Junge Menschen begehen mehr Diebstähle. Dies kann auftreten, wenn die Gesellschaft freizügiger wird, mehr Güter verfügbar sind und weniger Kontrolle sowie Risiko bestehen. Zusammenfassend: Die Chance zum Diebstahl steigt.
  2. Erhöhte Motivation: Gelegentliche Straftäter werden zu Gewohnheitstätern. Dies geschieht oft bei hoher Arbeitslosigkeit, Drogenkonsum und fehlenden beruflichen Chancen. Zusammenfassend: Es gibt eine erhöhte Motivation zu stehlen.

Maßnahmen zur Verhinderung von Diebstahl

a) Magnetisierte Etiketten: In einem Experiment wurden magnetische Platten auf alle Artikel gesetzt. Diese kleinen Token oder magnetisierten Bänder müssen an der Kasse deaktiviert werden. Ein Gerät zur Erkennung aktiver Etiketten schlägt sonst Alarm. Diese Maßnahme ist für Geschäfte wie Boutiquen geeignet, bei vielen kleinen Artikeln von geringem Wert jedoch mühsam zu platzieren. Zudem gibt es Tricks zur Deaktivierung (z. B. Aluminiumfolie oder das Anheben der Ware über den Detektorbereich, der meist nicht höher als fünf Meter ist), sodass dies primär Amateurdiebe abschreckt.

b) Sicherheitskräfte: Eine weitere Methode ist die Beauftragung einer Sicherheitsfirma, die uniformierte Wachen vor der Ladentür positioniert.

c) Umgestaltung des Geschäfts: Die dritte untersuchte Methode war die Reorganisation eines Ladens, um Diebstähle zu erschweren. Zu den Reformen gehörten:

  • Die Platzierung attraktiver Objekte an besser sichtbaren Standorten.
  • Ein Korb mit Videobändern, der eine besondere Attraktion für Amateurdiebe darstellte, wurde entfernt und die Bänder stattdessen in 5er-Paketen verpackt.

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