Einflussfaktoren auf die Landwirtschaft: Physische und Anthropogene Gegebenheiten
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Faktoren, die die landwirtschaftliche Landschaft beeinflussen
Physische Faktoren (Natürliche Gegebenheiten)
1. Gelände (Relief)
Die physischen Faktoren des Geländes sind entscheidend:
- Berge: Hervorgehoben werden Höhe, Temperatur, Niederschläge und Neigung.
- Ausrichtung: Der Sonne zugewandte Hänge sind wärmer. Luv-Hänge (den Winden zugewandt) sind feuchter als Lee-Hänge (windabgewandt).
- Einfluss auf die Landwirtschaft: Steile Hänge verursachen Bodenerosion und behindern die Mechanisierung. Fruchtbare Ebenen und Talsohlen sind günstiger für landwirtschaftliche Tätigkeiten.
2. Klima
Das Klima beeinflusst die Pflanzenentwicklung durch:
- Sonneneinstrahlung, Temperatur und Niederschlag: Extreme Bedingungen können Landwirtschaft unmöglich machen.
- Wind: Sanfte Winde begünstigen Kulturpflanzen und helfen, Frostschäden zu vermeiden. Starke Winde hingegen können die Stiele zerreißen.
3. Wasser, Vegetation, Fauna und Boden
- Wasser: Oberflächen- oder Grundwasser ist essenziell für Lebewesen und die Steigerung landwirtschaftlicher Erträge.
- Vegetation: Kann die Bodenqualität verbessern oder verschlechtern.
- Fauna: Kann Ernten vernichten oder ihnen nützen (z. B. durch Bestäubung).
- Boden: Liefert Nährstoffe für Pflanzen. Die Fruchtbarkeit hängt von seiner Dicke und Beschaffenheit ab.
Anthropogene Faktoren (Menschliche Einflüsse)
Demografische Faktoren
Hierzu zählt der demografische Druck (Bevölkerungsdichte) auf die Agrarlandschaft.
Soziale Faktoren
- Eigentum: Bezieht sich auf die rechtmäßigen Eigentümer des Grundbesitzes.
- Bewirtschaftungsform (Regime): Bezieht sich auf die Person, die das Land bearbeitet.
- Soziale Bräuche: Sind in traditionellen Gesellschaften von großer Bedeutung.
Wirtschaftliche Faktoren (Markt und Technologie)
Die wirtschaftlichen Faktoren bestimmen die Produktionsweise und die Intensität der Landwirtschaft:
Marktorientierung und Bedürfnisse
Die Entscheidung, Produkte zu vermarkten oder nur für den Eigenbedarf zu produzieren (nicht-kommerzialisierte Produkte), führt zu unterschiedlichen landwirtschaftlichen Landschaften (z. B. gemischte Landwirtschaft).
Technologie und Betriebsmittel
Wichtige Faktoren sind:
- Geräte: Traditionelle oder moderne landwirtschaftliche Geräte.
- Arten: Traditionelle, ausgewählte oder gentechnisch veränderte Tier- und Pflanzenarten zur Ertragssteigerung.
- Modifikation natürlicher Bedingungen: Entwicklung von Terrassen, Ställen, Düngerproduktion und Brachflächen.
- Moderne Techniken: Hydroponische Pflanzen und der Einsatz von Pestiziden.
Politische Faktoren
Staatliche und überstaatliche Maßnahmen beeinflussen die Landwirtschaft stark:
- Marktregulierung: Preisabsprachen, Beihilfen, Förderung und Forschung.
- Strukturmaßnahmen: Land-Siedlung, Flurbereinigung und Bodenreform.
- Ländliche Entwicklungspolitik: Zielt darauf ab, die Entvölkerung rückständiger Agrargebiete einzudämmen, Umweltschäden zu vermeiden, neue Aktivitäten einzuführen und die Kommunikation zu verbessern. Landreformen sind politische Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität.