Einführung in die Fotografie: Geschichte und Technik
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Abstract: Einführung in die Fotografie
Wie entsteht ein Bild? Ein historischer Rückblick
- 1816: Nicéphore Niépce beginnt mit ersten Studien; nach 10 Jahren gelingt es ihm, das erste beständige Bild zu erzeugen.
- 1839: Louis Daguerre erscheint auf der Bildfläche, beginnt mit der Forschung an diesem Thema und erschafft die Daguerreotypie.
Die Daguerreotypie
Für die Erzeugung des Bildes wird eine Schicht Silbernitrat auf eine Kupferplatte aufgetragen. Nach der Belichtung in der Kamera wird das Bild in Quecksilberdampf entwickelt. Schließlich wird das Bild durch das Eintauchen der Platte in eine Lösung aus Natriumchlorid oder verdünntem Natriumthiosulfat fixiert.
- 1841: William Fox Talbot entwickelt die Kalotypie (auch Calotype genannt).
Die Kalotypie
Dieses Verfahren basiert auf Papier, das mit Silbernitrat und Gallussäure sensibilisiert wurde. Nach der Belichtung wird es mit beiden Chemikalien entwickelt und in Hyposulfit fixiert.
- 1881: Die Eastman Kodak Company wird gegründet. Sie führt die Papierrolle bzw. den Rollfilm ein und erschafft später die erste Kompaktkamera (KODAK 100).
- 1925: Die Firma Leica erscheint. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Kameras, ist aber auch im Bereich der Gesundheit tätig.
- 1935: Einführung des Farbfilms.
Die Drittel-Regel (Rule of Thirds)
Dieses Werkzeug, das aus der klassischen Malerei stammt, hilft dabei, das Bild, die Art und die Zusammensetzung der Elemente zu strukturieren. Die Ebene wird dabei in drei vertikale und drei horizontale Drittel unterteilt.
- In der Mitte befinden sich die Interessenspunkte; das Format kann länglich oder im Querformat sein.
- Visuelle Dimension: Die visuelle Komposition bestimmt die Wirkung.
- Das Protagonist-Element steht im Mittelpunkt oder wird durch Kind-Elemente markiert.
- Kontrapunkt: Die Komposition oder der Kontrapunkt ist nicht so wichtig wie das Haupt-Element, hilft aber dabei, Spannung zu erzeugen.
- Schnittpunkte: Punkte, an denen sich die wichtigsten Elemente befinden sollten.
- Abteilungen: Diese enthalten die untergeordneten Elemente.
Grundelemente der Bildgestaltung
Die grundlegenden Elemente sind: Punkt, Linie, Fläche, Kontur, Textur und Farbe. Jedes Element hat spezifische Eigenschaften, um bestimmte Funktionen innerhalb der Komposition zu erfüllen.
- Der Punkt: Er ist die kleinste Einheit der visuellen Kommunikation und ein wesentliches grafisches Element. Er ist besonders wichtig und kann durch Farbe, Größe und Position in der Ebene an Wert gewinnen.
- Die Linie: Sie dient dazu, zwei Punkte im Raum zu verbinden. Sie kann als Vereinigung oder Angleichung mehrerer Punkte definiert werden. Sie erzeugt fast immer Dynamik und definiert die Komposition. Ihre Anwesenheit sorgt für Spannung und beeinflusst die umliegenden Elemente.
- Der Rand (Kontur): Wir sprechen von einer Grenze oder Kontur, wenn die Linie eine Form umschließt. Diese kann statisch oder dynamisch sein, abhängig von der Anwendung und den Richtungen, die vorgegeben werden.
Muster in der Fotografie (Patterns)
Innerhalb dieser Muster finden wir:
- Texturen: Elemente, die die visuelle Ebene füllen, zum Beispiel die Rinde eines Baumes. Hier greift die Drittel-Regel oft nicht; stattdessen nutzen wir den Makro-Modus, um nah an das Ziel heranzukommen.
- Künstliche Muster: Alles, was vom Menschen geschaffen wurde. Hierbei unterscheiden wir zufällige Muster (unregelmäßig) und korrekte künstliche Muster (geometrisch und sich wiederholend).
- Natürliche Muster: Alles, was nicht vom Menschen erschlossen wurde. Es gibt auch natürliche Studienmuster, die fast exakt geometrisch wirken, aber von der Natur erschaffen wurden.
Kreative Techniken und Perspektiven
- Schärfentiefe (Groß oder Unendlich): Hierbei werden alle Teile des Bildes klar erkannt. Man spricht von einer großen Schärfentiefe.
- Selektiver Fokus (Geringe Schärfentiefe): Der Schwerpunkt liegt auf einem Teil des Objekts. Dies verleiht dem Haupt-Element Bedeutung, während sekundäre Elemente unscharf „geröstet“ (verwischt) werden.
- Mitzieher (Sweep): Die Kamera folgt der Bewegung des Ziels, um diffuse Ergebnisse und bewegte Elemente zu erzeugen.
- Vordergrund: Hierbei nähert man sich dem Motiv sehr stark an, um Details oder die Struktur des Objekts mit hohem Detaillierungsgrad zu erfassen.
- Horizontale Ebene: Die Kamera befindet sich auf der Höhe der Horizontlinie des Objekts. Dies wirkt sehr realistisch (z. B. Produktfotografie, Innenarchitektur).
- Picado (Aufsicht): Die Kamera befindet sich über dem Horizont. Diese Perspektive suggeriert Schwäche, Angst oder Verletzlichkeit.
- Contrapicado (Untersicht): Die Kamera befindet sich unterhalb des Horizonts. Dies hat eine starke visuelle Wirkung.
- Close-up: Ein sehr „emotionaler“ Ausschnitt, der einen kleinen Teil der Realität zeigt. Details werden besonders leicht erfasst.
- Midplane (Halbnahaufnahme): Die mittlere Einstellungsgröße, oft für Porträts genutzt. Sie zeigt Personen oberhalb der Taille, meist im Hochformat.
- Horizontale Aufnahme: Wenn das Foto auf derselben Ebene wie das Objekt entsteht, um etwas „natürlich“ zu beschreiben.