Einführung in die International Financial Reporting Standards
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Grundlagen der IFRS
International Financial Reporting Standards (IFRS) sind Standards, Interpretationen und Rahmenkonzepte für die Aufstellung und Darstellung von Abschlüssen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben werden.
Viele der Regelungen, die Bestandteil der IFRS sind, sind unter den älteren Namen International Accounting Standards (IAS) bekannt. IAS wurden zwischen 1973 und 2001 vom International Accounting Standards Committee (IASC) herausgegeben. Am 1. April 2001 übernahm das neue IASB vom IASC die Verantwortung für die Festlegung internationaler Rechnungslegungsstandards. Während seiner ersten Sitzung beschloss der Vorstand die Annahme neuer und bestehender IAS. Der IASB hat seitdem weitere Standards entwickelt, die als IFRS bezeichnet werden.
Struktur der IFRS
IFRS basieren auf Grundprinzipien, die allgemeine Regeln festlegen und spezifische Behandlungen vorschreiben. Zu den International Financial Reporting Standards gehören:
- International Financial Reporting Standards (IFRS): Standards, die nach 2001 herausgegeben wurden.
- International Accounting Standards (IAS): Standards, die vor 2001 herausgegeben wurden.
- IFRIC Interpretations: Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee, herausgegeben nach 2001.
- SIC Interpretations: Interpretationen des Standing Interpretations Committee, herausgegeben vor 2001.
Zudem gibt es ein Rahmenkonzept für die Aufstellung und Darstellung von Abschlüssen.
Rahmenkonzept (Conceptual Framework)
Das Rahmenkonzept bildet die Grundlage für die Aufstellung und Darstellung von Abschlüssen nach IFRS-Grundsätzen. Es definiert, dass die Zielsetzung von Abschlüssen darin besteht, Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens bereitzustellen, die für eine breite Palette von Adressaten nützlich sind, um wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen.
Zugrunde liegende Annahmen
Die in den IFRS verwendeten zugrunde liegenden Annahmen sind:
- Periodenabgrenzung (Accrual Basis): Die Auswirkungen von Transaktionen und anderen Ereignissen werden erfasst, wenn sie auftreten, nicht erst bei Zahlungseingang oder -ausgang.
- Unternehmensfortführung (Going Concern): Der Jahresabschluss wird unter der Annahme erstellt, dass das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit in absehbarer Zukunft fortführen wird.
Qualitative Merkmale des Jahresabschlusses
Das Rahmenkonzept beschreibt die qualitativen Merkmale des Jahresabschlusses wie folgt:
- Verständlichkeit
- Relevanz
- Zuverlässigkeit
- Vergleichbarkeit
- Rechenschaftspflicht (Accountability)
- Pünktlichkeit
Elemente des Jahresabschlusses
Die Finanzlage eines Unternehmens wird primär in der Bilanz dargestellt. Die Elemente zur Messung der Finanzlage sind:
- Aktiva (Vermögenswerte): Eine Ressource, die das Unternehmen als Folge vergangener Ereignisse kontrolliert und aus der künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird.
- Passiva (Verbindlichkeiten): Eine gegenwärtige Verpflichtung des Unternehmens, die sich aus vergangenen Ereignissen ergibt und deren Erfüllung voraussichtlich zu einem Abfluss von Ressourcen (Vermögenswerten) führt.
- Eigenkapital: Der verbleibende Betrag der Vermögenswerte des Unternehmens nach Abzug aller Verbindlichkeiten.
Ansatz der Elemente des Jahresabschlusses
Ein Posten wird im Jahresabschluss angesetzt, wenn:
- es wahrscheinlich ist, dass ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen in das Unternehmen fließt oder aus ihm abfließt.
- der Posten einen Preis oder Wert hat, der verlässlich bewertet werden kann.