Die Eisenbahnrevolution und Kommunikation in Spanien
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Die Revolution in der Kommunikation
Die langsame Entstehung der Eisenbahn in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde durch die spanische Orographie erschwert. Das Fehlen schiffbarer Fahrrinnen und ein schlechtes Straßennetz machten die Installation eines Schienennetzes notwendig, um die Verbindung des inländischen Marktes sicherzustellen. Dies sollte die Effizienz eines zentralisierten Staates ermöglichen und die Mobilität der Personen im Raum erleichtern.
Die Eisenbahn traf in Spanien später als in anderen europäischen Ländern ein, bedingt durch die Karlistenkriege, Schwierigkeiten bei der Konsolidierung des liberalen Staates, niedrige technologische Kapazitäten und knappes Kapital. Die erste Eisenbahnlinie wurde 1848 zwischen Barcelona und Mataró eingeweiht. Im Jahre 1851 startete die Verbindung, die Madrid und Aranjuez verband. Es war während des progressiven Zweijahreszeitraums, als Spanien die Bedingungen für den endgültigen Start des Zugverkehrs schuf.
Der endgültige Start: Das Eisenbahngesetz von 1855
Das Railways Act (Eisenbahngesetz) von 1855 schuf einen vertrauensvollen und effizienten Rahmen für die Entwicklung der Eisenbahn. Es regulierte den Betrieb, die Investitionen und die Entwicklung eines Systems von Subventionen. Das Gesetz über die Kreditgesellschaften von 1856 legte den Grundstein für das Finanzierungssystem, um den Eintritt ausländischen Kapitals zu fördern. Im Jahr 1856 wurde die nationale Kreditgesellschaft für spanische Mobilien gegründet. Ebenfalls 1856 entstand die spanische Gesellschaft für kommerzielle und industrielle Konzessionen, um das Unternehmen für die Strecke Madrid-Zaragoza-Alicante (MZA) zu gründen. Zudem wurde 1856 die Allgemeine Kreditgesellschaft von Spanien ins Leben gerufen.
Struktur und Technik des Schienennetzes
Das Grundnetz der spanischen Eisenbahn wurde in den nächsten Jahrzehnten gebaut. Man entschied sich für eine radiale Struktur mit dem Zentrum in Madrid, was der zentralen Idee des geplanten liberalen Staates entsprach. Eine wichtige technische Tatsache war die Einrichtung einer speziellen Spurweite. Dies lässt sich durch zwei Faktoren erklären:
- Die nationale Sicherheit: Man versuchte, eine direkte Verbindung nach Frankreich zu vermeiden.
- Die Orographie: Der robuste Charakter des Geländes verlangte eine breitere Achse, um die Stabilität der Konvois zu garantieren.
Die Konsequenzen dieser Entscheidung waren jedoch sehr negativ.
Die neue Ära der zeitgenössischen Kommunikation
Der Bau der Eisenbahn war Teil einer modernen Einrichtung von Kommunikationssystemen, die auf der Post und dem Telegrafen basierten und Ende des neunzehnten Jahrhunderts erste Versuche mit dem Telefon erlaubten. Das neue System hatte einen enormen Einfluss auf die Modernisierung: Neben den Bahnen half es, den liberalen Staat zu artikulieren. Es erleichterte Handelsgeschäfte aller Art und war eine Säule des Finanzsystems. Es war von wesentlicher Bedeutung für die Anbindung der spanischen Wirtschaft an die Weltwirtschaft. Zudem markierte es die Geburtsstunde der Presseinformationen.
Die Entwicklung von Post und Telegrafie
Die Post hatte ihre ersten Schritte als öffentlicher Dienst bereits im frühen achtzehnten Jahrhundert gemacht, wurde aber im neunzehnten Jahrhundert modernisiert. Nach dem Erscheinen der Briefmarke im Jahr 1850 wurden die Tarife günstiger. Auch der Telegraf spielte eine wichtige Rolle bei der Modernisierung der Kommunikationswege. Der optische Telegraf (Semaphor) erlaubte es, kodierte Signale zwischen Türmen zu übertragen (alphabetische und numerische Zeichen), hatte jedoch einen rein politischen und militärischen Zweck. Der elektrische Telegraf stellte die wahre Revolution dar. Zwischen 1853 und 1863 wurde das erste spanische Stromnetz der Telegrafie gebildet; bis zum Jahr 1900 diente die Erweiterung der Linien dem gesamten spanischen Gebiet.