Elektrische Installationen: Grundlagen und Klassifizierung
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Verkabelung und elektrische Installation
Unter einer elektrischen Installation versteht man die Gesamtheit der Elemente, die dazu dienen, Strom vom Übergabepunkt zu den jeweiligen Verbrauchern zu transportieren und zu verteilen. Diese Komponenten umfassen: Schalttafeln, Schalter, Transformatoren, Kompensationsanlagen, Sensoren, Steuerungsgeräte, Kabel, Verbindungen, Kontakte sowie entsprechende Medien.
Elektrische Anlagen können offen (sichtbare Leitungen), in Kanälen oder Rohren, versteckt (in Zwischendecken) oder unter Putz (in Wänden, Decken oder Böden) verlegt werden.
Ziele einer elektrischen Anlage
Die elektrische Installation dient dazu, angeschlossene Geräte sicher und effizient mit Energie zu versorgen. Eine fachgerechte Anlage sollte folgende Eigenschaften aufweisen:
- Zuverlässigkeit: Erfüllung des Zwecks zu jeder Zeit.
- Effizienz: Energieübertragung mit minimalen Verlusten.
- Wirtschaftlichkeit: Angemessene Kosten bei gleichzeitiger Bedarfsdeckung.
- Flexibilität: Einfache Erweiterbarkeit oder Anpassung an zukünftige Bedürfnisse.
- Einfachheit: Wartung und Betrieb ohne hochspezialisiertes Personal möglich.
- Ästhetik: Eine sichere Installation sollte auch optisch ansprechend ausgeführt sein.
- Sicherheit: Schutz von Personen und Sachwerten während des Betriebs.
Klassifizierung elektrischer Anlagen
Elektrische Anlagen lassen sich nach verschiedenen Kriterien unterteilen:
Nach Spannung und Anwendungsbereich
- Wohngebäude: Installationen in Privathaushalten.
- Industrieanlagen: Fabriken mit meist höherem Leistungsbedarf.
- Gewerbliche Anlagen: Zwischenform von Wohn- und Industrieanlagen.
- Gebäudeinstallationen: Büros, Wohnkomplexe oder öffentliche Gebäude.
- Krankenhäuser.
- Spezielle Installationen.
Nach Art der Verlegung
- Sichtbar: Direkt zugänglich und sichtbar.
- Verdeckt: Innerhalb von Wänden, Böden oder Decken verbaut.
- Freileitung: Parallele Leiter auf Isolatoren, die Luft als Isolationsmedium nutzen.
- Unterirdisch: Im Boden verlegt, unabhängig von der Stützstruktur.
Standort der Anlage
Elektrische Anlagen werden zudem nach ihrem Standort in normale und spezielle Einrichtungen unterteilt:
- Normale Anlagen: Können im Innen- oder Außenbereich liegen. Außenanlagen benötigen Schutzvorrichtungen (Abdeckungen, Dichtungen) gegen Witterungseinflüsse wie Regen.
- Spezielle Anlagen: Befinden sich in gefährlichen Umgebungen, etwa bei hoher Feuchtigkeit oder in Bereichen mit brennbaren Stäuben.
Unterteilung nach Umgebungsbedingungen
- Trockene Orte: Keine Gefahr durch Feuchtigkeit.
- Feuchte Orte: Teilweise geschützte Bereiche wie Keller, Kühlhäuser oder überdachte Gänge mit Kondensationsgefahr.
- Nasse Orte: Extreme Feuchtigkeitsbedingungen wie Waschräume oder Anlagen mit direktem Erdkontakt.
- Korrosive Orte: Bereiche mit chemischen Einflüssen.
- Gefährliche Orte: Bereiche mit Brand- oder Explosionsgefahr durch Gase, Dämpfe oder brennbare Stäube.