Elektrische Schaltgeräte: Trennschalter, Schütze und FI-Schalter

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Trennschalter: Funktion und Eigenschaften

Der Trennschalter hat die Funktion, einen Teil der Installation (stromabwärts) sicher von der Stromquelle zu isolieren. Ein Trennschalter muss über die folgenden Eigenschaften verfügen:

  • Der Zugang zu den Kontakten muss für Prüfzwecke praktikabel und zugänglich sein.
  • Sie müssen mit einem System ausgestattet sein, das eine Verriegelung im offenen Zustand ermöglicht, um die Sicherheit zu gewährleisten.
  • Trennschalter müssen lastfrei (im Leerlauf) geschaltet werden.
  • Der Antrieb kann manuell oder motorisiert erfolgen.
  • Es können Hilfskontakte, Sicherungen und weiteres Zubehör integriert werden.

Lastschalter: Manuelle Stromkreisunterbrechung

Die Funktion eines Lastschalters ist es, einen Stromkreis aufzubauen oder zu unterbrechen. Er verfügt über zwei Stellungen (offen oder geschlossen) und wird manuell aktiviert oder deaktiviert. Da Schaltvorgänge unter Last stattfinden, müssen die Kontakte so konstruiert sein, dass sie den entstehenden Lichtbogen löschen können.

Schütze: Elektromagnetische Fernschalter

Ein Schütz ist ein Schalter, der durch einen Elektromagneten betätigt wird. Dieser kann durch verschiedene Steuerelemente wie Schalter, Taster, Detektoren oder Ausgänge von Automatisierungsgeräten aktiviert werden.

Die wichtigsten Teile eines Schützes sind:

  • Hauptkontakte (Leistungskontakte)
  • Hilfsschalter
  • Elektromagnet (Spule)

Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter)

Diese Geräte sind dafür verantwortlich, die Installation zu trennen, wenn die vektorielle Summe der Ströme, die durch die Pole des Gerätes fließen, einen bestimmten Wert überschreitet. Es gibt vier Arten von Differenzstrom-Schutzeinrichtungen:

1. Hochsensible FI-Schalter (10 mA und 30 mA)

Diese werden zum Schutz von Menschen und Tieren gegen indirektes Berühren eingesetzt.

2. FI-Schalter mit mittlerer Empfindlichkeit (300 mA / 500 mA)

Diese dienen dem Schutz von Anlagen gegen Isolationsfehler, welche zu Materialschäden oder Bränden führen können.

3. Kurzzeitverzögerte (impulsfeste) FI-Schalter

Diese Vorrichtung verhindert ungewollte Abschaltungen, die durch transiente Spannungsspitzen (z. B. Blitzschlag oder kapazitive Lasten) verursacht werden können.

4. Selektive FI-Schalter

Diese ermöglichen eine selektive Staffelung zu nachgeschalteten 30-mA-Schaltern. Sie sind für eine Förderleistung von 16 bis 80 A ausgelegt und für Spannungen von ca. 230 V (bipolar) sowie 230/400 V (tripolar/tetrapolar) geeignet.

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