Das elisabethanische Drama und seine Ursprünge
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Das elisabethanische Drama und Shakespeare
Im gesamten Bereich der lateinischen Christenheit wurden drei Arten von Darstellungen durch die Kirche monopolisiert:
- Wunder: Inspiriert durch den Fluss der Legenden und das Eingreifen von Heiligen in das weltliche Leben.
- Geheimnisse: Ereignisse und Prophezeiungen aus dem Alten oder Neuen Testament.
- Moralitäten: Entworfen, um das menschliche Verhalten zu mahnen, damit das Heil in der Suche nach dem Ewigen nicht verloren geht.
Die Entwicklung in England
Von den genannten Arten waren die letzten zwei in England am stärksten etabliert. Die Akteure improvisierten oft und stammten aus Zünften, die thematisch passend gewählt wurden: Die Zimmerleute interpretierten Noah beim Bau des Bootes, die Goldschmiede verkörperten die Sterndeuter bei der Darbringung ihrer kostbaren Gaben.
Religiöse und antiklerikale Einflüsse
Trotz des religiösen Charakters waren die Kompositionen oft antiklerikal durchtränkt. Mit ätzenden Verweisen auf das päpstliche Verhalten deuteten sie bereits Lehren der Reformation an, die möglicherweise durch lollardische Einflüsse in die dramatischen Texte gelangten. Dennoch blieb der moralische und religiöse Zweck unbestreitbar, mit ständigen Ermahnungen vor der Bindung an vergängliche irdische Güter.
Vom religiösen zum weltlichen Theater
Es ist festzuhalten, dass die mittelalterliche Entwicklung des Theaters streng auf biblische Fabeln und moralisierende Themen beschränkt blieb, unter fast vollständigem Ausschluss der romantischen Atmosphäre, die normalerweise die Wunder umgibt. Weltliche Darstellungen existierten wahrscheinlich schon früh neben den religiösen und erreichten mitunter ein beachtliches Maß an Kühnheit, oft unter Verwendung von Strategien, die an Festzüge erinnerten.
Dramaturgie im 16. Jahrhundert
Die Art dieser Darstellungen und die genaue Bedeutung ihrer Bezeichnungen haben unter Gelehrten zu umfangreichen Diskussionen geführt, da diese Gattungen offenbar auch die Farce einschlossen. Im Übergang von den allegorischen Moralitäten hin zur realistischen Komödie des 16. Jahrhunderts beobachtete man ein nachhaltiges Interesse an der Dramaturgie und eine ständige Suche nach wirksamen Aufführungsformen.