Embryonale Entwicklung: Von der Befruchtung bis zur Geburt

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Embryonale Entwicklung: Definition und Phasen

Die embryonale Entwicklung ist die Periode des Wachstums und der Morphogenese zwischen der Bildung einer Zygote und der Geburt eines neuen Organismus. Beim Menschen dauert dieser Prozess 38 Wochen (266 Tage) ab der Befruchtung. Dieser Zeitraum umfasst das Wachstum mit Zelldifferenzierung und Morphogenese, also die Bildung von Geweben und Organen.

Die Entwicklung des Fötus konzentriert sich auf das Wachstum und die Reifung der Organe. Während der ersten zwei Monate nach der Befruchtung befindet sich der Mensch in der Embryonalphase. Der Begriff „Fötus“ und die fetale Entwicklung werden ab der neunten Schwangerschaftswoche bis zur Geburt verwendet.

Die Geburt ist der Mechanismus, bei dem bei viviparen Tieren der Fötus aus dem Mutterleib ins Freie befördert wird. Der Zeitpunkt der Geburt erfordert eine präzise Koordination zwischen der fetalen Entwicklung und dem Einsetzen der Wehen, um sicherzustellen, dass der Körper des Neugeborenen für das Leben außerhalb des Mutterleibes bereit ist – insbesondere die Fähigkeit zu atmen.

Befruchtung

Die Befruchtung besteht aus dem Eindringen eines Spermiums in eine sekundäre Oozyte und der anschließenden Verschmelzung der Vorkerne, was zur Bildung einer Zygote führt. Dieser Vorgang erfolgt in der Regel in einem der Eileiter, 12 bis 24 Stunden nach dem Eisprung.

Spermien durchlaufen zuvor im weiblichen Genitaltrakt eine Reihe funktioneller Veränderungen, die sogenannte Kapazitation. Dabei bewegt sich der Spermienschwanz mit größerer Kraft, was es der Plasmamembran ermöglicht, mit der Eizelle zu verschmelzen. Enzyme im Akrosom des Spermiums helfen dabei, die Zona pellucida der Eizelle zu durchdringen. Sobald dies geschehen ist, schließt die Eizelle die Meiose II ab, womit der Prozess der Oogenese vollendet ist.

Segmentierung

Die Zygote durchläuft in den ersten vier Tagen eine Reihe von Zellteilungen, einen Prozess namens Segmentierung, während der junge Embryo durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter wandert. Diese Segmentierungen unterteilen die Zygote in zwei, dann vier, dann acht Zellen usw. Die Tochterzellen, sogenannte Blastomeren, wachsen zwischen den Teilungen nicht. Daher ändert sich die Gesamtgröße des Embryos kaum, jedoch vergrößert sich das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen.

Ab dem Stadium von 6 bis 8 Blastomeren differenziert sich der Embryo in zwei Zellgruppen:

  • Äußere Zellmasse (Trophoblast): Die Hauptquelle der Plazenta und der damit verbundenen embryonalen Membranen.
  • Innere Zellmasse (Embryoblast): Bildet den eigentlichen Embryo und das Amnion.

Gegen das 32-Zell-Stadium (zwischen Tag 4 und 5 der Entwicklung) bildet sich die sogenannte Morula, die einen zentralen, mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum aufweist.

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