Die englischen Revolutionen und der Aufstieg des Parlamentarismus

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Hintergrund

Die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse, die in England während des 17. und 18. Jahrhunderts ihren Höhepunkt in der Vereinigung mit Schottland fanden, schufen das Vereinigte Königreich von Großbritannien, eine große wirtschaftliche und politische Macht. Anders als im übrigen Europa, wo der Kontinent unter Aufständen gegen die absolute Monarchie litt, gab es in England zwei revolutionäre Prozesse, die erfolgreich waren:

Die erste englische Revolution

Während der Regierungszeit von Charles I., der 1625 den Thron bestieg, kam es zur Konfrontation zwischen dem Parlament und dem absoluten Monarchen. Die Konflikte waren wirtschaftlicher Natur (durch höhere Steuern), politischer Art (Zusammenstöße zwischen König und Parlament) sowie religiöser Natur (Anglikanismus).

John Locke wurde 1632 geboren und sollte später die Glorious Revolution und die Bill of Rights von 1689 maßgeblich beeinflussen. Er verarbeitete seine intellektuellen Erfahrungen in zwei Hauptwerken: Essay Concerning Human Understanding (1690) und Some Thoughts Concerning Education (1692). (John Locke verstarb am 28. Oktober 1704).

Die Konfrontation mit dem Parlament führte dazu, dass der König das Parlament auflöste, bis er 1642 gezwungen war, es für neue Steuern einzuberufen. Dies führte zum Bürgerkrieg, der mit der Niederlage des Königs, seiner Hinrichtung und der Ausrufung der Republik (1649) endete, in der Oliver Cromwell eine Diktatur errichtete. Der zukünftige Charles II. wurde nach Frankreich verbannt, wo Hobbes sein Lehrer war. Nach Cromwells Tod und dem gescheiterten Versuch, die Republik fortzuführen, kam es 1660 zur Restauration unter Charles II. und später James II.

Die zweite Revolution in England

Locke unterrichtete den Grafen von Shaftesbury. Um zu verhindern, dass der katholische James II. den Thron bestieg, wurde er wegen Hochverrats angeklagt und floh nach Holland. Auch Locke ging ins Exil nach Holland, wo er Wilhelm von Oranien traf. Da James II. versuchte, den Katholizismus wieder einzuführen, wurde er ins Exil gezwungen. Diese Konfrontation führte 1688 zum Bürgerkrieg: der Glorious Revolution. Diese gipfelte im Angebot der Krone an Wilhelm von Oranien unter der Bedingung, seine Macht durch die Bill of Rights zu begrenzen. Das Parlament erhielt damit das Recht, an der Regierung teilzuhaben. So wurde Wilhelm III. der erste moderne parlamentarische Monarch.

Konsolidierung und Kontext

Im Jahr 1690 konsolidierte sich die neue Monarchie, und Locke kehrte nach England zurück, wo er die Zwei Abhandlungen über die Regierung veröffentlichte. Ökonomisch herrschte der Merkantilismus, ein System basierend auf staatlicher Intervention, Protektionismus und dem Handel mit den Kolonien. Die literarische Produktion dieser Zeit war stark vom politischen Kontext geprägt, unter anderem durch Autoren wie John Milton.

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