Die Entstehung des Sonnensystems und das Universum
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Die Planetesimaltheorie
Die heute akzeptierte Theorie wird als Planetesimaltheorie bezeichnet. Sie ist weitgehend konsistent mit der Theorie über den Ursprung des Universums und der Galaxien durch den Urknall (Big Bang).
Entstehung des Sonnensystems
Der Prozess begann mit einer Wolke aus Gas und Staub, deren Teilchen durch die Wirkung der Schwerkraft begannen, sich miteinander zu verbinden. Es bildete sich eine große Masse, die durch Fusionsreaktionen eine Temperatur erreichte, die ausreichte, um einen Stern – unsere Sonne – entstehen zu lassen. Der Rest des Nebels, der die Sonne umkreist, begann abzukühlen. Die molekularen Komponenten ordneten sich je nach Dichte und Masse sowie der Anziehungskraft des Sonnensystems wie folgt an:
- a. Die dichten Elemente und Moleküle wurden stark angezogen und blieben näher an der Sonne, wodurch die terrestrischen Planeten entstanden.
- b. Die gasförmigen, leichteren Bestandteile wurden mit weniger Kraft angezogen und blieben weiter entfernt, was zur Bildung der Gasplaneten führte.
- c. Es bildeten sich kleine feste Körper in verschiedenen Größen, die sich gegenseitig anzogen, verbanden und so an Größe gewannen. Diese Festkörper werden Planetesimalen genannt.
- d. Schließlich bildeten diese Planetesimalen die acht großen Planeten. Asteroiden sind Kleinplaneten, die übrig blieben und nicht Teil eines erdähnlichen Planeten wurden. Jenseits von Neptun entstanden gefrorene, gasförmige Kometen. Pluto könnte ein solches Kometenobjekt sein, das nachträglich von der Schwerkraft angezogen wurde, wie es auch bei Objekten wie Sedna oder Quaoar der Fall sein kann. Größere Satelliten bildeten sich ähnlich wie Planeten und Asteroiden und wurden von diesen eingefangen.
Der Urknall (Big Bang)
Es wird davon ausgegangen, dass zunächst alle vorhandene Materie an einem Punkt konzentriert war, dem sogenannten „kosmischen Ei“. Vor etwa 15 Milliarden Jahren kam es aufgrund von extremem Druck, Temperatur und Gewicht zu einer gewaltigen Explosion. Diese schleuderte die gesamte Materie in alle Richtungen, wobei sie sich mit hoher Geschwindigkeit bewegte – eine Bewegung, die bis heute anhält.
Als sich diese Materie abkühlte, wurde die Anziehungskraft wirksamer. Die Teilchen begannen zusammenzukommen und bildeten zunächst Wolken aus Gas und Staub, aus denen später Sterne entstanden. Dort, wo sie dichter beieinander lagen, bildeten sich Galaxien, wobei Staub- und Gasreste zwischen den Sternen als Nebel zurückblieben. Der Urknall erzeugte eine Art „Echo“, das als kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung identifiziert wurde und heute mit Radioteleskopen in jede Richtung unseres Universums beobachtet werden kann.