Die Entstehung der Soziologie als Wissenschaft

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Die Geburt der Soziologie als Wissenschaft

Geistige Umstände

In der Zeit zwischen 1750 und 1850 entstand das Bedürfnis, die Gesellschaft wissenschaftlich zu untersuchen, angelehnt an die Methoden der Naturwissenschaften. Isaac Newton legte hierfür den Grundstein. Es wurde postuliert, dass soziale Phänomene mit denselben Methoden erforscht werden können wie die Natur.

  • Wissenschaftliche Methode: Ein zentraler Faktor der neuen Disziplin.
  • Historische Ereignisse: Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg und die Französische Revolution entzogen sich dem damaligen Wissen über soziale Prozesse.
  • Einflüsse: Von Hegels idealistischen Theorien bis hin zu Marx sowie die Theorien von Saint-Simon und Auguste Comte, dem „Vater der Soziologie“.

Soziale Umstände

  • Globalisierung: Die Entdeckung neuer Länder stellte bestehende Gesellschaftsmodelle infrage.
  • Methodik: Die Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden auf soziale Studien.
  • Das „Soziale Problem“: Die Entstehung der Armut als gesellschaftliches Thema. Früher wurde Armut als gottgegebene, natürliche Situation betrachtet, die unveränderlich schien.

Frühe Soziologie

  • Enzyklopädik: Der Versuch, alle Dimensionen des Lebens zu erfassen.
  • Evolutionismus: Alle Thesen zielten auf den Fortschritt ab. Dieser Ansatz erfuhr 1859 durch die Darwin’sche Evolutionstheorie einen erheblichen Aufschwung.
  • Positive Wissenschaft: Das Arbeitsmodell orientierte sich primär an der Physik und Biologie. Die Gesellschaft wurde als lebender Organismus betrachtet.

Soziologie als wissenschaftliche Disziplin

Eine wissenschaftliche Disziplin definiert sich über ihre Arbeitsweise (wissenschaftliche Methode) und ihre Zielsetzung.

Merkmale der Methode:

  • Umgang mit harten Fakten.
  • Bereitstellung empirischer Belege.
  • Ziel: Überprüfbarkeit und Gegenüberstellung von Ergebnissen.

Wissenschaftliche Zielsetzung:

  • Präzise Beschreibung: Exakte Erfassung von Phänomenen.
  • Erklärung durch allgemeine Sätze: Das untersuchte Phänomen wird durch allgemeine Gesetze erklärt, die über den Einzelfall hinausgehen.
  • Beispiel: Gewalt in der Schule kann nicht isoliert betrachtet werden, sondern erfordert eine Analyse des sozialen und familiären Umfelds.

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