Die Entwicklung der baskischen Literatur im 17. Jahrhundert

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Ein bedeutender Fortschritt in diesem Jahrhundert war die baskische Literatur (liburugintza) im nördlichen Baskenland. Während im Süden zwar Werke veröffentlicht wurden, erreichten diese quantitativ und qualitativ nicht das Niveau des Nordens. Die Ursachen hierfür liegen in der wirtschaftlichen Ungleichheit.

Wirtschaftliche und religiöse Einflüsse

Die Suche nach Fischgründen in Neufundland (Nordamerika) und die Küstenfischerei in Lapurdi verbesserten den Lebensstandard erheblich. Zudem waren die Religionskriege des vorangegangenen Jahrhunderts abgeklungen. Die katholische Mehrheit erholte sich, und durch das Konzil von Trient gewannen religiöse Orden an Bedeutung. Dies prägte die Ziele der literarischen Arbeit, die vorwiegend religiöse und pädagogische Inhalte vermittelte.

Das literarische Zentrum: Sara, Ciboure und Saint-Jean-de-Luz

Im 17. Jahrhundert bildete sich ein literarisches Dreieck zwischen den Orten Sara, Ciboure und Saint-Jean-de-Luz. Hier wirkten zahlreiche bekannte Autoren.

Gruppierung der Autoren

  • Klerus: Die Mehrheit der Autoren gehörte dem Klerus an, darunter E. Besitzen, J. Haranburu, J. Etxeberri, P. Argaiñarats und P. Leicester.
  • Nicht-klerikale Autoren: Es gab auch Autoren außerhalb des Klerus, wie beispielsweise Klaberia Gillentena und verschiedene Ärzte.
  • Anerkannte Autoritäten: Einige Persönlichkeiten wurden von allen als führende Köpfe (buruzagitzat) akzeptiert.

Merkmale der literarischen Produktion

  • Form: Es wurden sowohl Verse als auch Prosa verfasst.
  • Themen: Die Literatur war überwiegend religiös geprägt.
  • Sprache: Der literarische Dialekt diente als wichtiges Modell für nachfolgende Generationen.

Herausragende Autoren: Johannes Etxeberri und Peter Way

Zwei Autoren stechen besonders hervor: Johannes Etxeberri aus Ciboure und Peter Way.

Johannes Etxeberri (Ziburukoa)

Etxeberri war ein gelehrter Mann und Doktor. Obwohl er in verschiedenen Stilen schrieb, ist er vor allem für seine Verse bekannt:

  1. Manual Deborionezkoa: Ein Handbuch, das Gebete und Lehren enthält, speziell konzipiert für Seeleute und Fischer, die auf ihren Reisen geistliche Unterstützung suchten.
  2. Noel-ak und geistliche Lieder (1631): Weihnachtslieder und Gesänge über das Leben Jesu Christi sowie Episoden aus dem Leben der Heiligen.
  3. Liturgische Texte: Bücher für den Gebrauch in der Kirche.

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