Entwicklung von Kindern und Jugendlichen: Ein Leitfaden

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Kinder: Definition und Phasen

Jeder Mensch unter 18 Jahren hat spezifische Rechte.

Phasen der Kindheit

  • Neugeborene
  • Säugling
  • Kleinkind
  • Übergangsphase (2–3 Jahre)
  • Kindergartenalter (4–6 Jahre)
  • Schulalter (6–12 Jahre)
  • Jugend (12–18 Jahre)

Wachstum in der frühen Kindheit

  • Von der Geburt bis zum ersten Lebensjahr nimmt die Körpergröße um etwa 50 % zu.
  • In den folgenden 5 Jahren erfolgt eine weitere Zunahme um 50 %.

Vorschulerziehung

  • Zwischen 3 und 6 Jahren steigt das Gewicht jährlich um etwa 0,9 kg (zwei Pfund) und die Körpergröße um ca. 15 cm (sechs Zoll) pro Jahr.
  • Eine Wachstumsverlangsamung kann zu Appetitmangel führen (Ablenkung durch Spielen statt Essen).

Schulzeit

  • Diese Phase wird als Latenzzeit bezeichnet, da das somatische Wachstum stabil ist und körperliche Veränderungen schrittweise erfolgen.
  • Ab dem 10. Lebensjahr zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen (Mädchen sind ab 11 Jahren oft 1,5 bis 1,7 cm größer).

Pubertät im Schulalter

  • Die frühe Reifung beginnt bei Mädchen meist mit 10 Jahren, bei Jungen um das 12. Lebensjahr.
  • Der Energiebedarf variiert je nach Kind, individuellem Tempo, körperlicher Aktivität und Körpergröße. Ernährungsempfehlungen dienen daher nur als Referenz.
  • Eine abwechslungsreiche Ernährung deckt in der Regel alle Nährstoffbedürfnisse ab.
  • Im Kindergarten- und Schulalter werden lebenslange Gewohnheiten und Einstellungen geprägt.
  • Eine gute Beratung durch Ärzte, Ernährungsberater und Gesundheitspersonal ist für Eltern sehr wichtig.

Adoleszenz

Die WHO definiert die Adoleszenz als den Zeitraum zwischen 11 und 19 Jahren, unterteilt in:

  • Frühe Adoleszenz (12 bis 14 Jahre)
  • Späte Adoleszenz (15 bis 19 Jahre)

Diese Lebensphase bildet den Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter und fällt mit dem Beginn der Pubertät zusammen.

Pubertät: Biologische Reifung

Dies umfasst alle physiologischen und morphologischen Veränderungen während des Wachstums. In diesem Stadium ist es wichtig, die Voraussetzungen für eine optimale genetische Entwicklung zu schaffen.

Wachstumsfaktoren

Das staturale Wachstum hängt von genetischen und umweltbedingten Faktoren ab. Das genetische Potenzial entfaltet sich bei guter Gesundheit und normaler körperlicher Aktivität am besten. Die Beziehung zwischen Ernährung und Genetik erklärt die große Variabilität in Gewicht, Größe und Pubertätsbeginn.

Biopsychosoziale Entwicklung

  • Anthropometrie: Gewicht, Größe und Körperbau hängen stärker vom Reifegrad ab als vom chronologischen Alter (Tanner-Skala).
  • Psychosoziale Aspekte: Entwicklung des abstrakten Denkens, Aufbau der sexuellen Identität, Festigung von Beziehungen und Experimentieren mit Substanzen (Alkohol, Tabak).
  • Identitätsfindung: Jugendliche kämpfen um die Strukturierung ihrer Identität, oft geprägt durch Unabhängigkeitsstreben, Konflikte und Widerstand.

Abschluss des Wachstums

Der Körper wächst bis zum Verschluss der Epiphysenfugen. Der Verschluss der Epiphyse signalisiert das Ende des somatischen Wachstums.

Ernährungsbedürfnisse in der Adoleszenz

Es ist schwierig, einheitliche Richtlinien zu erstellen, da Jugendliche sehr individuell sind. Die Empfehlungen für Makronährstoffe entsprechen weitgehend denen gesunder Erwachsener:

  • Kohlenhydrate: 50 %
  • Proteine: 15 bis 20 %
  • Lipide (Fette): 30 bis 35 %

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