Entwicklung und Planung von Curricula in Schulen

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Stufen der Curriculum-Theorie

Die Entwicklung der Curriculum-Theorie lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen, die jeweils unterschiedliche Ansätze zur rationalen Planung und Gestaltung von Bildungsprozessen verfolgen.

Phase 1 (1920–1950): Modelle rationaler Planung

F. Bobbitt gilt als Pionier, der mit seinem Werk „The Curriculum“ eine systematische Arbeit vorlegte. Dieser Trend spiegelte sich in einer effizienten Verwaltung des Lehrplans wider, um vorgegebene Ergebnisse zu erzielen. Tyler entwickelte daraufhin eine rationale Methode, um den Lehrplan und das Bildungssystem einer Einrichtung zu analysieren und zu interpretieren.

Phase 2 (1960–1975): Praktische Ansätze und Prozesse

In den 1970er Jahren verschob sich der Fokus von psychologischen Theorien hin zur Bewertung der Praxis. J. Schwab eröffnete ein „neues Paradigma der deliberativen Praxis“. Hierbei gilt: Curriculum-Probleme sind praktische Probleme, die durch Diskussion gelöst werden.

Phase 3 (1975–1990): Rekonzeptualisierung und kritische Theorie

Die Rekonzeptualisierung des Curriculums versucht, nicht-technische Denkweisen zu entwickeln. Die kritische Theorie betrachtet den Lehrplan als ein Feld des kritischen Bewusstseins, unterteilt in:

  • Reproduktion
  • Emanzipation
  • Autokritik

Die Theorie der Sozialwissenschaften überwindet dabei die Unzulänglichkeiten rein interpretatorischer Ansätze (Gadamer) durch eine Ideologiekritik (Habermas).

Schulbasierte Curriculum-Entwicklung

Die Entwicklung von Lehrplänen in den Zentren wurde durch den Wunsch nach sozialer und pädagogischer Demokratisierung inspiriert. Der offizielle Lehrplan sollte nicht als starres Dokument, sondern als eine Reihe von Werten und Lernmethoden verstanden werden, die von Lehrern aktiv rekonstruiert werden.

Herausforderungen bei der Reform von oben

Schulreformen stoßen oft auf Probleme:

  1. Starke Tradition der Gleichförmigkeit.
  2. Mangelnde Zusammenarbeit und Teamarbeit in den Zentren.
  3. Notwendigkeit der Umstrukturierung (Führung, Engagement).
  4. Widerspruch zwischen Eigenverantwortung und administrativer Regulierung.

Planung von Projekten als kontinuierlicher Prozess

Die Planung sollte als fortlaufender Evolutionsprozess verstanden werden, der alle Bereiche der Schule umfasst. Es geht nicht nur um das „Was“, sondern um das „Wer“, „Warum“ und „Wozu“.

Ziele der Curriculum-Planung

  • Etablierung der Schule als Lerngemeinschaft.
  • Induktiver Aufbau statt deduktiver Anwendung offizieller Vorschriften.
  • Institutionelle Verpflichtung zur Bildungsverbesserung.

Unterrichtseinheiten und Lehrbücher

Lehrbücher stehen oft im Widerspruch zu einem spezifischen, zentrumsbezogenen Lehrplan, da sie für eine breite Masse und nicht für den konkreten Kontext einer Schule konzipiert sind. Unterrichtseinheiten hingegen sollten spezifische Lernaktivitäten, Ressourcen und methodische Strategien enthalten, die auf die Bedürfnisse der Schüler zugeschnitten sind.

Evaluation von Schulen

Eine systematische Evaluation ist für das Wachstum jeder Organisation unerlässlich. Sie umfasst:

  • Interne Evaluation: Durchführung durch Teammitglieder zur Selbstreflexion.
  • Externe Evaluation: Überprüfung durch neutrale Dritte zur Sicherung von Objektivität und Qualität.

Struktur einer Unterrichtseinheit

  1. Rückgrat: Einbettung in das Projekt der Schule.
  2. Bildungsziele: Definition der zu erreichenden Kompetenzen.
  3. Inhaltsorganisation: Sequenzierung und Zeitplanung.
  4. Methodische Strategien: Festlegung der Aufgaben und Aktivitäten.
  5. Materialien und Ressourcen: Bereitstellung notwendiger Arbeitsmittel.
  6. Evaluationsprognose: Überprüfung des Lernfortschritts.

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