Die Entwicklung der Souveränität: Von Bodin bis heute

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Die Entwicklung des Souveränitätsbegriffs

Sie wollen den Souverän verstehen. Der Schlüssel liegt in der Idee, dass dieser Anspruch an bestimmte Kriterien oder Rechtfertigungen gebunden ist. Für Bodin und Hobbes bedeutet „absolut“ nicht dasselbe wie „völlige Willkür“.

Grundlagen der souveränen Macht

Wir können feststellen, dass die Eigenschaften der Souveränität weiterhin an folgenden Ideen hängen:

  • Es handelt sich um eine politische Macht, die stärker ist als jede andere Macht in der Gesellschaft und durch die Entscheidungen auferlegt werden können.
  • Sie arbeitet mit einer allgemeinen Begründung im Hinblick auf ein soziales Interesse.
  • Was sie charakterisiert, ist die Feststellung dessen, was in einer Gemeinschaft richtig ist. Dies ist gerechtfertigt und legitim, um ihren Auftrag zu erfüllen.

Phasen der Entwicklung des Souveränitätsbegriffs

Die theoretische Anfangsphase

In der Anfangsphase erscheint hauptsächlich der theoretische Kern der Souveränität, den Autoren zu formulieren beginnen. Der Souverän trifft die endgültige Entscheidung, muss aber ein gültiges Recht sicherstellen.

Die Entstehung der Verfassungen

Die zweite Phase bildet sich heraus, wenn die Komponente der ersten Verfassungen erscheint. In der Französischen Revolution erscheint diese Figur und bezieht sich auf eine Übertragung der Souveränität auf die Nation. Der Souverän kann tun, was er will.

Die englische Perspektive und das Recht

In England herrscht das Bewusstsein, dass es in diesem Staat durch das Recht keinen Souverän und kein Gericht mit absoluter Macht geben kann. Diese Aussage schließt die Figur der Souveränität jedoch nicht aus. Sie steht unter staatlichen Garantien, die die Rechte und Freiheiten der Bürger festlegen. Dies betraf auch die Befugnisse des Monarchen als Oberhaupt des Staates durch das Gesetz. Souveränität erscheint hier als die Frage, wer sie ausübt und wie damit umgegangen wird. Die Frage ist: Wer genau ist das Subjekt? Die andere Frage ist: Wie soll die Ausübung im Rahmen des geltenden Rechts erfolgen? Hier werden erstmals diese Abgrenzungen deutlich. Beide Aspekte sind untrennbar mit dem Begriff der Souveränität verbunden.

Die liberale Konsolidierung

Die zweite Phase bezieht sich auf den Zeitpunkt, an dem die verfassungsrechtliche Frage aus liberaler Sicht konsolidiert wird. Dies bedeutet, dass im Rahmen dieser Regelung eine klare Differenz zwischen dem positiven Recht und der Verfassung (als politischem Dokument) entsteht. An dieser Stelle spricht man von der Souveränität des Parlaments. Das Gesetz ist der höchste Standard, der vom Parlament stellvertretend erlassen wird.

Volkssouveränität und Rechtsstaat

In der dritten Phase ist die Rede vom Rechtsstaat und der Volkssouveränität. Dieser Schritt beinhaltet zwei Momente bis zum aktuellen Verständnis:

  • Zeitpunkt des Kampfes gegen die bürgerlich-liberale Konzeption: Die Idee der Volkssouveränität führt das quantitative Merkmal ein: Alle Bürger sollen teilnehmen; das Volk ist das Subjekt der Souveränität.
  • Qualitatives Merkmal: Wir alle haben das Recht, in vollem Umfang und ohne Zwang teilzunehmen.

Internationales vs. Supranationales Recht

Die Idee der Volkssouveränität wird so verstanden. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal wird sichtbar, wenn man zwei Begriffe gegenüberstellt:

  • Internationales Recht: Recht unter den Völkern (zwischen souveränen Nationen).
  • Supranationales Recht: Recht über den Nationen.

Internationales Recht bezieht sich auf ein Recht zwischen souveränen Nationen. Obwohl das internationale Recht Teil dieser Idee ist, fehlt es an zwei Dingen: Einer Macht, die das anwendbare Recht erzwingen kann, und der Legitimität dieser Macht, damit das Recht festgestellt werden kann. Diese beiden Elemente sind es, die ein supranationales Recht – wie etwa im Rahmen der Vereinten Nationen – ermöglichen könnten.

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