Die Entwicklung der spanischen Agrarpolitik
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Agrarpolitik in Spanien
Die Agrarpolitik in Spanien erlebte eine grundlegende Veränderung durch den Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft (1986) und die anschließende Annahme der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).
Die Situation vor dem Beitritt zur GAP
Das System versuchte mehrfach, das Eigentum auf mehreren Ebenen zu ändern:
- Die Konfiszierung des 19. Jahrhunderts änderte nichts an der Konzentration des Eigentums in wenigen Händen.
- Die Landreform der Zweiten Republik scheiterte bei ihrem Versuch, Großgrundbesitz zu enteignen.
- Die Politik der Kolonisierung und der Ausbau von Bewässerungssystemen unter Franco scheiterten ebenfalls.
Zudem bestand das Problem der unzureichenden Größe der Grundstücke. Die Flurbereinigung sollte die Zersplitterung reduzieren, um jedem Besitzer eine einzige Parzelle oder eine äquivalente Fläche zu ermöglichen. Der Protektionismus setzte zudem Zölle auf landwirtschaftliche Produkte aus dem Ausland fest.
Die aktuelle GAP und ihre Folgen
Durch den Beitritt zum europäischen Markt beteiligt sich Spanien an dessen Organisation und dem freien Handel zwischen den Mitgliedstaaten. Es wurden maximale und minimale Preise für repräsentative Produkte festgelegt.
Auswirkungen auf den Handel
- Drittländer: Für Erzeugnisse aus Ländern außerhalb der EU muss ein einheitlicher Tarif gezahlt werden. Infolgedessen reduzierte Spanien seine Einkäufe in anderen Regionen (wie den USA und Lateinamerika) zugunsten der Union.
- Exporte: Die Ausfuhr bestimmter Produkte nach Europa erhält Beihilfen, wenn sie auf dem Weltmarkt unter dem freien Preis verkauft werden.
- Marktzugang: Spanische Produkte konnten in einen Markt mit Millionen von Verbrauchern mit hoher Kaufkraft vordringen.
Herausforderungen
Spanien ist von den Problemen der hohen Rohstoffpreise betroffen, die die Landwirte dazu zwingen, ihre Produkte zu Preisen zu verkaufen, die mindestens die Anforderungen der Verbraucher decken. Zudem haben Normen zur Sicherheit, Gesundheit, Qualität und zum Umweltschutz zu einer strengeren Regulierung geführt. Die Entvölkerung vieler ländlicher Gebiete birgt zudem das Risiko des Verlustes traditioneller Agrarlandschaften. Die spanischen Regionen sind davon unterschiedlich stark betroffen.