Entwicklung der spanischen Lyrik im 20. Jahrhundert
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Soziale und engagierte Lyrik
Die Gründung der sozialen Lyrik dient nicht der Flucht, sondern der Auseinandersetzung mit den Problemen der Mitbürger. Sie weist auf den Sinn des Lebens und die Umstände der Zeit hin, in der die Menschen leben. In der amerikanischen Literatur ist die Tradition der Schriftsteller, die sich auf soziale und politische Probleme konzentrieren, sehr lang. Dichter geben die Fata Morgana ländlicher Umgebungen und die Harmonie mit der Natur auf, um zu zeigen, wie Männer und Frauen unter dem ausbeuterischen Kapitalismus leiden.
Während des Spanischen Bürgerkriegs positionierten sich viele Dichter für die Republik. Der Sieg der Militärs, unterstützt durch die katholische Kirche und privilegierte Schichten, bedeutete einen Rückschritt für die spanische Kultur.
Trends: Poesie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Während der 40er und 50er Jahre setzte sich die soziale oder engagierte Lyrik durch, wobei jedoch auch andere Strömungen wie der Surrealismus sowie intimere und persönlichere Poesie präsent blieben. Ab den 60er Jahren gewannen spielerische und kreative Aspekte an Bedeutung, während die Rolle der Lyrik als bloßes Instrument der sozialen Kommunikation zunehmend abgelehnt wurde.
Die Wirklichkeit in Spanien
In Spanien mussten Dichter ihre Realität im Gegensatz zu einem repressiven Regime behaupten, das sie seit ihrer Kindheit begleitete. Dies geschah jedoch nicht in einem pathetischen oder dramatischen Ton. Stattdessen reflektierten sie ihre persönlichen Erfahrungen, verwurzelt im Alltag, oft in einem ironischen oder skeptischen Ton. Sie lehnten die Vorstellung ab, dass Poesie als Instrument zur gesellschaftlichen Transformation dienen könne, und entdeckten die Nutzlosigkeit des dichterischen Wortes für diesen Zweck.
Antipoesie und die Entwicklung ab den 70ern
Die Antipoesie im hispanischen Raum begann mit dem Chilenen Nicanor Parra. Für ihn ist der Dichter nur ein Mensch, der von täglichen Problemen belastet ist. Er reagiert auf die Absurdität des Daseins und die Entfremdung des modernen Menschen, wobei er eine einfache Sprache bis hin zum Slang verwendet. Dies erinnert an den Sencillismo des Jahrhunderts, führt jedoch oft zu einem ironischen Ende.
In den 70er Jahren verstärkte sich die Ablehnung sozialer und politischer Lyrik zugunsten einer kreativen Erneuerung der poetischen Sprache. Ab den 80er Jahren prägte eine historische und soziale Enttäuschung die Szene. Das Motto "No Future" spiegelte das Scheitern linker Revolutionen und die wirtschaftliche Krise wider.
Wichtige Strömungen:
- Anti-Poesie
- Experimentelle Poesie
- Soziale oder engagierte Lyrik
- Kulturistische Lyrik
- Erotische Lyrik (insbesondere von Frauen geschrieben)