Entwicklung und Strukturen der globalen Landwirtschaft
Eingeordnet in Geographie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,35 KB
1. Geschichte der Landwirtschaft
Die Landwirtschaft entstand in der Jungsteinzeit, primär um Futter zu erhalten. Im späten 18. Jahrhundert (S-XVIII) kam es in Großbritannien zur landwirtschaftlichen Revolution. Viele Bauern (Campesinos) zogen in die Städte auf der Suche nach Arbeit, wodurch ein langsamer Prozess der Entvölkerung des ländlichen Raums einsetzte.
2. Landwirtschaft heute
In entwickelten Ländern: Weniger als 5 % der aktiven Bevölkerung sind dort beschäftigt, bei gleichzeitig hoher Produktivität.
In unterentwickelten Ländern: Hier ist die Mehrheit der Bevölkerung beschäftigt; es herrschen traditionelle Anbaumethoden und eine niedrige Produktivität vor.
3. Faktoren der landwirtschaftlichen Nutzung
Physische Faktoren:
- Wetterbedingungen: Jede Pflanze benötigt spezifische Temperaturen und Feuchtigkeit zum Wachsen.
- Relief: Höhe und Breite des Geländes spielen eine Rolle.
- Boden: Jede Pflanze benötigt einen Boden mit entsprechender Eignung.
Menschliche Faktoren:
Bevölkerungsvolumen, landwirtschaftliche Techniken, Bestimmungsort der Produktion und die Agrarpolitik.
4. Elemente der Agrarlandschaft
- Parzellen (Plots): Die einzelnen Teile, in die das landwirtschaftliche Land unterteilt ist.
- Offene Felder (Openfield) oder geschlossene Felder (Bocage).
- Kleinbetriebe (Smallholding) oder Großgrundbesitz (Latifundien).
- Nutzungsgrad der Parzellen: Intensiv oder extensiv (Brache).
- Bewässerungssystem: Bewässert oder regenabhängig (Rainfed).
- Kultivierte Arten: Polykultur oder Monokultur.
- Habitat und Wegenetz: Konzentriert oder verteilt.
5. Entwickelte Länder: Der Agrarmarkt
Wie ist er beschaffen?
Das Ziel ist der größtmögliche Nutzen durch: Spezialisierung der Produktion, Mechanisierung der Feldarbeit und Anwendung moderner Anbautechniken. All dies erfordert große Geldinvestitionen.
Effekte:
Hohe Produktivität ermöglicht niedrigere Preise, eine schnellere Vermarktung und Fachhandel. Düngemittel können jedoch die Umwelt verschmutzen. Zudem benachteiligen Subventionen Produkte aus armen Ländern, die versuchen, mit ihnen zu konkurrieren.
6. Unterentwickelte Länder: Plantagen und Tradition
Was zeichnet die Plantagenwirtschaft aus?
Charakter: Kommerzielle Landwirtschaft, deren Produktivität für den Export bestimmt ist. Sie zeichnet sich durch Großgrundbesitz, große Investitionen, Monokulturen, hohen Arbeitseinsatz und den Einsatz aller verfügbaren technischen Mittel aus.
Probleme: Die Gewinne fließen oft an ausländische Unternehmen. Die Länder müssen teilweise Lebensmittel importieren. Es findet eine sehr intensive Ausbeutung statt, und fallende Preise können zur Schließung der Betriebe führen.
Was zeichnet die traditionelle Landwirtschaft aus?
Subsistenzwirtschaft auf kleinen Bauernhöfen, gemischte Landwirtschaft, primitive Anbautechniken und Werkzeuge, geringe Produktivität sowie eine starke Abhängigkeit von physischen Faktoren.