Die Epoche der Neuzeit: Wandel und Aufstieg
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Beginn der Neuzeit
Die Neuzeit begann in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Feudale Monarchien wurden durch autoritäre Staaten ersetzt, und die feudale Wirtschaft wich der Geburt des kommerziellen Kapitalismus. Die Bourgeoisie gewann innerhalb einer Klassengesellschaft an Bedeutung, die protestantische Reformation brach die christliche Einheit, und der Humanismus etablierte eine neue Mentalität, die den Menschen in den Mittelpunkt stellte und den Realismus durchsetzte.
Geburt der autoritären Monarchie
In Westeuropa entwickelten sich aus Feudalmonarchien autoritäre Monarchien, in denen der König seine Macht über das gesamte Reich stärkte. Dieses neue politische Organisationsmodell wird als moderner Staat bezeichnet.
Die Macht des Königs unterlag jedoch gewissen Einschränkungen, da die Gesellschaft durch Gerichte beteiligt war und der König die Gesetze sowie die traditionellen Bräuche seiner Untertanen respektieren musste. Es handelte sich somit noch nicht um eine absolute Monarchie. Im 16. Jahrhundert entstanden politische Theorien, die die Macht des Königs stark verteidigten.
Wirtschaftlicher Wandel
- Landwirtschaft: Landwirtschaftliche Tätigkeiten blieben vorherrschend. Im 16. Jahrhundert erlebte sie eine Zeit der Expansion, dank guter Ernten und der Erschließung neuen Landes.
- Städtische Aktivitäten: Handwerkliche Tätigkeiten erreichten eine wichtige Entwicklung. Die Produktion stieg durch das Bevölkerungswachstum und die Erschließung neuer Märkte. Um die Kontrolle der Zünfte zu umgehen, wurde die nationale Industrie gefördert: Ein Arbeitgeber stellte der Bauernschaft Rohstoffe und Werkzeuge zur Verfügung, damit diese Produkte in Heimarbeit fertigen konnten, die anschließend vermarktet wurden.
- Handel: Der Handel erlebte aufgrund der gestiegenen Nachfrage und der Eröffnung neuer Handelsrouten einen Boom. Der Geldumlauf, Wechsel, Bankwesen, Kredite und Handelsgesellschaften nahmen zu. Dies begünstigte den kommerziellen Kapitalismus.
- Handelszentren: Der Mittelmeerhandel konzentrierte sich auf italienische Städte, die Waren zwischen Ost und West austauschten. Der Atlantikhandel verlagerte das Zentrum auf die Nordseehäfen, Lissabon und Sevilla.
Der soziale Wandel
Es blieb eine Klassengesellschaft, obwohl es Veränderungen gab:
- Adel und Klerus: Sie verloren zwar an politischer Macht gegenüber dem König, blieben aber privilegierte und wirtschaftlich starke Gruppen.
- Bourgeoisie: Sie wurde zur aufstrebenden sozialen Gruppe, bedingt durch ihren Reichtum aus Handel, Geschäftstätigkeiten und dem Bankwesen.
- Bauernschaft: In Westeuropa befreite sich die Bauernschaft zunehmend aus der Leibeigenschaft und arbeitete auf eigenem Land oder als Angestellte der Grundherren.