Erkenntnistheorie: Vernunft, Sinne und Sprache
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Zwei Positionen der Moderne: Vernunft und Sinne
1) Der Empirismus beginnt und endet mit der Erkenntnis durch Erfahrungen und Wahrnehmungen, die von den Sinnen bereitgestellt werden. Es gibt zwei Typen: Eindrücke und Ideen (Hume).
2) Der Rationalismus war die dominierende philosophische Tradition im 17. und 18. Jahrhundert. Er teilt das Vertrauen in die Vernunft als das Instrument des Menschen, um die Realität zu entdecken. Die Prozesse, in denen die Sinne eine untergeordnete Rolle spielen, stehen im Fokus. Er setzt auf die Suche nach angeborenen Ideen, um wahre Erkenntnis zu erlangen (Descartes).
3) Bei Kant liefern die Gefühle (Sinnesdaten) das Material der Erkenntnis, aber es ist die menschliche Vernunft, die dieses Material sicher und einheitlich für alle organisiert.
Die subjektive Konstruktion von Wissen
1) Die Empfindungen: Alle Lebewesen haben gemeinsam, dass sie empfindlich auf äußere Reize reagieren. Obwohl jeder Körper diese Empfindlichkeit auf unterschiedliche Weise manifestiert, sind die Sinnesorgane die Struktur, durch die das Nervensystem mit der Welt kommuniziert.
2) Die Wahrnehmung: Die menschliche Wahrnehmung ist ein Prozess, durch den der Mensch die Daten seiner Umgebung organisiert, entwickelt und interpretiert. Es geht darum, die wahrgenommenen Empfindungen zu assimilieren, indem man ihnen eine Bedeutung verleiht.
Das Denken der Welt: Konzepte
Das Denken stellt Objekte durch Konzepte dar. Ein Konzept ist die mentale und symbolische Darstellung eines Objekts. Es abstrahiert von den spezifischen, individuellen Merkmalen und konzentriert sich auf jene Eigenschaften, die es mit anderen Objekten teilt.
Tierische und menschliche Sprache
Die tierische Sprache ist angeboren, während die menschliche Sprache auf Lernen basiert. Die Tiersprache ist in ihrem Charakter mimisch geprägt, die menschliche Sprache hingegen ist ein komplexes Gefüge. Die menschliche symbolische Sprache ist absolut nicht auf andere Formen der tierischen Kommunikation reduzierbar; sie ist symbolisch und abstrakt.
Merkmale der menschlichen Sprache
- Die Fähigkeit, Inhalten Laute mit Symbolwert zuzuordnen.
- Die Fähigkeit, Wörter zu Sätzen mit unterschiedlichen Bedeutungen zu kombinieren.
- Kommunikation bedeutet, zu verstehen, was die Worte sagen, und die Nachricht zu entschlüsseln, um ihre Bedeutung zu entdecken.
Die Kriterien der Wahrheit
- Idealismus: Das Kriterium der Wahrheit liegt im Subjekt, nicht im Objekt.
- Realismus: Die Welt ist die einzige Quelle des Wissens und das einzige Kriterium der Wahrheit.
- Andere Theorien: Das Kriterium der Wahrheit liegt in der Vereinbarung zwischen den Individuen einer Gemeinschaft (Konsenstheorie) sowie in der pragmatischen Theorie.