Erosions- und Sedimentationsformen: Wasser, Gletscher, Wind und Küste
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Erosions- und Sedimentationsformen durch Wasser
Erosionsformen durch fließendes Wasser
Fließgewässer (Wasser): Die Kolkung erhöht die erosive Kapazität und Geschwindigkeit des Flusses und formt dabei Flussläufe. Die Erosion erfolgt aufgrund unterschiedlicher Gesteinshärte: Weiche Gesteinsschichten werden schneller abgetragen als widerstandsfähige Felsen. Dadurch entstehen Wasserfälle und Stromschnellen.
- Hadas (Nuten): durch Abtragung entstandene Rinnen
- Schluchten: tief eingeschnittene Täler mit steilen Wänden
- V-Täler: typische, V-förmige Flusstäler
- Trogtäler: breite, U-förmige Täler
Sedimentationsformen durch fließendes Wasser
Schwemmfächer (Fluvial-Fan): Ein Schwemmfächer entsteht durch die Anhäufung von erodiertem und transportiertem Material, wenn ein Gebirgsbach in die Ebene austritt und sein Material ablagert.
Überschwemmungsebene: Bei Hochwasser überflutet der Fluss die Ebene und lagert dabei Sedimente ab.
Mischformen (Wasser)
- Mäander: Kurven, die Flüsse beschreiben
- Flussterrassen: alte Ebenen, die durch Eintiefung des Flusses entstanden sind und von Sedimenten zeugen, die sich der Fluss abgelagert hat
Gletscher
Ein Gletscher ist eine ausgedehnte Masse aus Eis, die sich aufgrund ihres Eigengewichts talwärts bewegt. In polaren Gebieten bilden sich Inlandeisschilde, in Gebirgen entstehen Gletscher in Tälern.
Drei Bereiche werden unterschieden:
- Zirkus: kesselförmige Mulde am oberen Ende, in der das Eis entsteht
- Gletscherzunge: das talabwärts fließende Eis
- Endmoräne: Stelle, an der das Eis schmilzt und Sedimente ablagert
Erosionsformen durch Gletscher
- U-Täler: breite, U-förmige Täler
- Hängende Täler: Seitentäler, die über dem Haupttal enden
- Fjorde: vom Meer überflutete, tief eingeschnittene Gletschertäler
Sedimentationsformen durch Gletscher
- Frontalmoräne: Material am Gletscherende
- Seitenmoränen (laterale Moränen): Material an den Talflanken des Gletschers
- Mittelmoräne: entsteht, wenn sich zwei Gletscher vereinen und ihre Seitenmoränen zusammenlaufen
Wind
Erosionsformen durch Wind
Der Wind hebt feines Material auf und transportiert es fort. Durch Deflation wird der Boden ausgeblasen und geglättet. Durch äolische Abrasion (Windschliff) werden Felsoberflächen abgeschliffen.
- Alveolen (Wabenverwitterung): kleine, wabenartige Vertiefungen im Fels
- Pilzfelsen: freistehende, pilzförmige Felsen
- Wüstenpflaster: eine dicht gepackte Decke aus Steinen auf dem Wüstenboden
Sedimentationsformen durch Wind
- Dünen: Sandanhäufungen, die durch den Wind transportiert und abgelagert wurden
- Löss: feine Staubablagerungen, die über weite Strecken durch den Wind transportiert wurden
Küste
Erosionsformen an der Küste
- Kliff (Steilküste): Steilwand, die vom Meer aus dem Land geformt wird
- Brandungsplattform: horizontale Fläche am Fuß des Kliffs
- Brandungsbögen und Felsentore: durch Wellen durchbrochene Landvorsprünge
- Höhlen: durch Wellenerosion entstandene Hohlräume in Felsen
Sedimentationsformen an der Küste
- Inseln und Landzungen: durch Ablagerung entstandene Landformen
- Buchten: eingeschnittene Küstenabschnitte zwischen Landvorsprüngen
- Terrassen: auf dem Kliff befindliche, stufenartige Flächen