Erziehungsstile und ihre pädagogischen Auswirkungen

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Permissiver oder überfürsorglicher Erziehungsstil

Eltern in diesem Stil glauben, dass Kinder von Natur aus gut sind und wissen, was zu tun ist. Sie geben ihnen alles, was sie wollen – besonders diejenigen, die vielleicht keine Grenzen setzen. Sie versuchen, ihre Kinder vor den Schwierigkeiten des Lebens zu bewahren und beseitigen alle Hindernisse. Bei Konflikten gewinnen immer die Kinder. Es gibt keine Anleitung durch die Eltern, wodurch Kinder ohne klare Verhaltensmuster aufwachsen.

Pädagogische Konsequenzen:

  • Da kein Verhaltenskodex festgelegt ist, haben Kinder oft keine Orientierung und wissen nicht, was auf sie zukommt.
  • Es fehlt ihnen an der Gewohnheit, sich für die Verwirklichung persönlicher Projekte anzustrengen.
  • Sie neigen zu emotionaler Labilität.

Autoritärer Erziehungsstil

Der Grund für alles liegt bei den Eltern. Sie glauben, dass der Respekt der Kinder aus Furcht entsteht. Eltern verhängen Lösungen für auftretende Konflikte und kontrollieren den gesamten Entscheidungsprozess. Sie kritisieren die Person („Du bist nutzlos“) statt die Taten, was zu einem niedrigen Selbstwertgefühl führt.

Pädagogische Konsequenzen:

  • Kinder können Schuldgefühle entwickeln, weil sie die Wünsche der Eltern nicht erfüllen können.
  • Sie entwickeln oft aggressive Gefühle oder Hass und fühlen sich in ihrer persönlichen Autonomie eingeschränkt.
  • Es entstehen trügerische Verhaltensweisen, um die elterliche Kontrolle zu umgehen.

Kooperativer Erziehungsstil

Eltern akzeptieren, dass Menschen Fehler bei Entscheidungen machen können. Sie fördern, dass Kinder selbstständig lernen und das Beste aus sich herausholen. Sie helfen bei der Problemlösung, wobei sie sich gleichermaßen von Vernachlässigung und Überbehütung distanzieren. Sie betrachten Probleme als Herausforderung für die persönliche Entwicklung. Die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern sind von gegenseitigem Respekt und Zusammenarbeit geprägt.

Pädagogische Konsequenzen:

  • Entwicklung eines Verantwortungsgefühls bei Kindern für die Folgen ihres Handelns.
  • Förderung der Teamfähigkeit.
  • Kinder lernen die Einstellung zur Zusammenarbeit, zur Entscheidungsfindung und zur Einhaltung von Regeln.

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