Ethik der Abtreibung und künstlichen Fortpflanzung
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Ethische Aspekte der Abtreibung
Abtreibung ist die Entfernung eines Menschen, bevor er außerhalb der Gebärmutter der Mutter lebensfähig ist. Sie kann spontan auftreten oder provoziert werden (natürlich oder durch einen willentlichen Eingriff). Die provozierte Abtreibung trägt verschiedene Bezeichnungen:
- Therapeutisch: aus medizinischen Gründen.
- Eugenisch: aufgrund einer Fehlbildung des Fötus.
- Ethisch/Kulturell: wenn die Zeugung Folge einer Verletzung (d. h. ethisch problematisch) ist.
- Psychologisch/Sozial: wenn psychische Probleme der Mutter, ungünstige wirtschaftliche Bedingungen etc. geltend gemacht werden.
Dies ist nicht nur ein Problem einer bestimmten religiösen oder moralischen Überzeugung, sondern eine menschliche, wirtschaftliche, soziale und ethische Frage des Naturrechts. Es besteht ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass das menschliche Leben im Augenblick der Empfängnis beginnt. Ein Mensch hat das Recht, als lebend betrachtet zu werden; die Mutter hat kein Recht über das Leben des Kindes, da es keine bloße „Partei“ oder ein Teil ihres Körpers ist. Wer eine Abtreibung vornimmt, kann mit der Exkommunikation bestraft werden.
Künstliche Fortpflanzung und ihre Techniken
Künstliche Fortpflanzung: Hierbei handelt es sich um Techniken, die es ermöglichen, ein menschliches Wesen auf eine andere Weise als durch die natürliche Vereinigung von Mann und Frau zu zeugen. Die Befruchtung in vitro (IVF und ET) kann wie folgt unterschieden werden:
- Homolog: mit dem Samen des Ehemannes.
- Heterolog: mit dem Samen eines anderen Mannes.
Die künstliche Besamung ist die Einführung männlicher Gameten in die Gebärmutter mittels klinischer Methoden. Es gibt kein „Recht auf Kinder“ (um jeden Preis). Diese Methoden werden oft als unmoralisch angesehen, weil sie die Zeugung vom ehelichen Akt trennen und eine Beherrschung der Technik über die Herkunft und Bestimmung der menschlichen Person einführen. Die heterologe Insemination verletzt zudem das Recht des ungeborenen Kindes, seine leiblichen Eltern zu kennen, die durch die Ehe miteinander verbunden sein sollten.
Der Status und Schutz menschlicher Embryonen
Die Anhäufung von menschlichen Embryonen: Die Kirche (ISD) lehrt, dass der menschliche Embryo den Respekt verdient, der einer menschlichen Person gebührt. Er ist keine Sache und nicht nur ein Aggregat lebender Zellen. Daher ist es nicht rechtmäßig, ihm das Leben zu nehmen oder etwas mit ihm zu tun, das nicht seinem eigenen Nutzen dient.
Bei Techniken der künstlichen Fortpflanzung entstehen oft „überzählige Embryonen“, die vernichtet oder eingefroren und später manipuliert werden (Zerstörung, Klonen). Dies wird als unmoralisch und antisozial betrachtet. Auch das therapeutische Klonen verstößt gegen die Würde der Person. Es ist besonders schwerwiegend, da ein Mensch mit der Absicht gezeugt wird, als biologischer Abfall verwendet zu werden. Das verwendete Mittel – die Manipulation und Tötung eines Menschen zur Gewinnung von biologischem Material für die Prüfung neuer Therapien – steht im Widerspruch zum Ziel, das Leben anderer Menschen zu retten oder Krankheiten zu heilen.