Ethik der Maxima: Von Homer bis Aristoteles
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Die Ethik der Maxima: Ursprung und Entwicklung
Der Ursprung der Ethik der Maxima findet sich in den Gedichten Homers aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Die Moral der westlichen Kultur ist tief in diesen Werken verwurzelt. Für Homer ist ein „guter Mensch“ jemand, der stark und mutig ist, vor nichts zurückschreckt, anderen einen Gefallen tun will und sich für die Gesellschaft einsetzt, um der Beste zu sein (wie etwa Odysseus oder Hektor).
Wandel der Moral im antiken Athen
Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. wandelte sich in Athen durch die Demokratie die Mentalität. Das Ideal des „guten Menschen“ verschob sich hin zu Dialogfähigkeit, Toleranz und der Fähigkeit, zuzuhören, zu vermitteln und Argumente abzuwägen. Dies gilt als die neue Moral.
Der Unterschied zwischen Sophisten und Sokrates
- Sophisten: Sie waren Lehrer, die ihren Schülern beibrachten, wie man erfolgreich politisch agiert. Ihr Fokus lag auf Eloquenz und der Kunst, andere zu überzeugen.
- Sokrates: Er verfolgte einen anderen Ansatz. Ihm ging es nicht um bloßen Erfolg, sondern um die Wahrheit, Gerechtigkeit und Tugend. Er nutzte dazu die Technik der Mäeutik (Hebammenkunst), um durch den Dialog mit einem Gesprächspartner zur Definition von Wahrheit und Güte zu gelangen.
Sokrates verteidigte den moralischen Intellektualismus: Ein guter Mensch ist jemand, der die Wahrheit und Tugend kennt, während eine schlechte Person diese ignoriert oder nicht kennt.
Aristoteles: Eudaimonie und Selbstverwirklichung
Aristoteles vertrat die Ansicht, dass wir alle nach Glück streben. Glück bedeutet für ihn, gemäß unserer menschlichen Natur zu handeln. Da der Mensch ein rationales Tier ist, können wir nur glücklich werden, wenn wir unseren Verstand und unser Wesen entwickeln.
Die zwei Arten der Tugenden
- Dianoetische Tugenden: Intellektuelle Tugenden, wobei die Klugheit die wichtigste ist. Sie ermöglicht es, das richtige Maß zu finden.
- Ethische Tugenden: Tugenden des Charakters. Sie befähigen uns dazu, ein guter Mensch zu sein und durch unser Handeln das Richtige zu tun.