Ethische Strömungen: Stoa, Epikureismus und Utilitarismus
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Die Ethik der Stoa
Die Stoiker vertreten die Ethik der Autarkie. Ihr Motto lautet: "Leben nach der Natur." Der weise Mensch ist autark, wenn er die unveränderliche Ordnung erkennt und akzeptiert. Indem er sich in das Schicksal fügt, sichert er seinen inneren Frieden und meistert seine Emotionen, unabhängig von den Leiden und Meinungen anderer. Gelassenheit ist die Quelle der Tugend, und Glück ist gleichbedeutend mit Selbstgenügsamkeit.
Ethischer Hedonismus
Der ethische Hedonismus argumentiert, dass moralisches Handeln durch das Streben nach Lust gerechtfertigt ist. Hierbei sind zwei Schulen zu unterscheiden:
Epikureismus
Der von Epikur gegründete Epikureismus besagt, dass der Weise nach Selbstbestimmung strebt. Die Weisen sind vorsichtig und gemäßigt; sie lassen sich nicht von Exzessen hinreißen, da sie wissen, dass es tugendhaft ist, natürliche Freuden zu genießen. Die Befriedigung natürlicher Begierden ist der Anfang und das Ende eines glücklichen Lebens. Glück bedeutet, Lust zu erreichen und Schmerz zu vermeiden, basierend auf einer empirischen Untersuchung menschlichen Verhaltens. Auch hier lautet das Motto: "Leben nach der Natur."
Utilitarismus
Der Begriff Utilitarismus leitet sich von "nützlich" ab. Eine Handlung ist moralisch gut, wenn sie Vorteil, Nutzen oder Glück hervorbringt. Das Ziel ist das Glück der Gemeinschaft. Durch soziale Gefühle, mit denen jeder Mensch ausgestattet ist, führt menschliche Sympathie zum Wunsch, das größtmögliche Glück für die größtmögliche Anzahl von Menschen zu erreichen.
- Rationalität: Moralische Entscheidungen basieren auf der Berechnung, Schmerz zu minimieren und Freude zu maximieren.
- Qualität der Freuden: Es wird zwischen höheren und niederen Freuden unterschieden. Menschen bevorzugen moralische und intellektuelle Genüsse.
- Gesellschaftliches Ziel: Der Utilitarismus strebt nach Wohlstand und Glück für alle Menschen in einer Gesellschaft.