EU-Institutionen, Umweltpolitik und Arbeitsrecht
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Die Institutionen der Europäischen Union
- Europäischer Rat: Das höchste politische Organ der EU, bestehend aus den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten sowie dem Kommissionspräsidenten. Seine Funktion ist die Festlegung der allgemeinen politischen Ziele und Prioritäten der EU.
- Rat der Europäischen Union: Hier sind die Mitgliedstaaten durch je einen fachlich zuständigen Minister vertreten. Der Vorsitz rotiert alle sechs Monate. Er verabschiedet Gesetze und den Haushalt und entwickelt die EU-Außenpolitik.
- Europäische Kommission: Sie vertritt die Interessen der EU als Ganzes. Sie besteht aus einem Kommissar pro Mitgliedstaat und einem Präsidenten. Ihre Funktion ist es, Gesetze vorzuschlagen sowie den Haushalt und europäische Programme zu verwalten.
- Europäisches Parlament: Es vertritt die Bürger der EU und wird in allgemeinen Wahlen gewählt. Es besteht aus 785 Abgeordneten (historischer Stand). Seine Funktion ist der Erlass von Gesetzen und die Verabschiedung des Budgets.
- Gerichtshof der Europäischen Union: Bestehend aus einem Richter pro Land. Er garantiert, dass EU-Rechtsvorschriften in allen Staaten einheitlich interpretiert und angewendet werden, und löst Streitigkeiten im Zusammenhang mit EU-Recht.
- Europäischer Rechnungshof: Bestehend aus einem Vertreter jedes Mitgliedstaats. Er überwacht die ordnungsgemäße Verwaltung des EU-Haushalts.
Umweltpolitik und Naturschutz
Schutz von Naturräumen
Bedrohte Naturräume werden durch das Netzwerk Natura 2000 geschützt. Jeder Mitgliedstaat schlägt eine Liste von Orten vor, die nach Zustimmung der EU-Kommission als besondere Schutzgebiete deklariert werden.
Prävention von Umweltproblemen
Die ökologische Dimension wird in alle europäischen Politiken integriert. Dies geschieht durch Umweltverträglichkeitsprüfungen. Gemeinschaftliche Umweltstandards sind für alle Mitgliedstaaten verpflichtend. Im Falle der Nichteinhaltung kann der Europäische Gerichtshof Sanktionen und Strafzahlungen verhängen.
Europäische Fonds und Lärmschutz
Europäische Fonds werden zur Vermeidung von Umweltproblemen und zur Sanierung degradierter Gebiete eingesetzt, um deren langsamen Verfall zu stoppen.
Arbeitsrecht und Arbeitsbedingungen
Grundlagen des Arbeitsrechts
Das Arbeitsrecht regelt die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer. Unternehmen müssen bei der Einstellung gesetzliche Mindestbedingungen beachten.
Tarifverträge
Tarifverträge regeln die allgemeinen Arbeitsbedingungen als Ergebnis von Verhandlungen zwischen Arbeitgebervertretern und Arbeitnehmervertretern in einem Unternehmen. Alle Arbeitnehmer haben das Recht, ihre Vertreter zu wählen.
Arbeitsverträge und moderne Trends
Ein Arbeitsvertrag wird spezifisch für jede Person in einem Unternehmen abgeschlossen. Heute zeigen sich zwei Trends:
- Der Wunsch der Unternehmen, wettbewerbsfähiger zu werden, indem befristete Verträge durch Teilzeit- oder Festanstellungen ersetzt werden.
- Neue Technologien erfordern IT-Management-Fähigkeiten und ermöglichen das Arbeiten von jedem beliebigen Ort aus.
Globale Lösungen für Umweltprobleme
Die sogenannte nachhaltige Entwicklung basiert auf der rationellen Nutzung von Ressourcen, um die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne künftige Generationen zu gefährden. Zu den Schutzmaßnahmen gehört die Schaffung globaler Biosphärenreservate.
Staatliche Maßnahmen
Staaten erlassen vielfältige Umweltgesetze, verbieten schädliche Emissionen aus der Energiewirtschaft, kontrollieren die Überausbeutung von Wasser, bauen Kläranlagen und forsten entwaldete Gebiete wieder auf.
Internationale Konferenzen und Abkommen
- Stockholmer Konferenz (1972): Die erste Konferenz, die das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ins Leben rief.
- Erdgipfel in Rio (1992): Verabschiedung eines Dokuments mit Empfehlungen zum Schutz der Umwelt.
- Kyoto-Protokoll (1997): Erstellung eines Protokolls zur Reduzierung der Treibhausgase um 5,2 % bis zum Jahr 2012.
Weitere wichtige Umweltabkommen
- Montreal-Protokoll: Gegen den Abbau der Ozonschicht durch das Verbot von FCKW-Produkten.
- Genfer Konvention: Maßnahmen gegen sauren Regen.
- Ramsar-Konvention: Zum Schutz von Feuchtgebieten.
- UN-Übereinkommen zur Bekämpfung der Wüstenbildung: Maßnahmen gegen extreme Bodenerosion.