Die Europäische Zentralbank und Geldpolitik
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Die Europäische Zentralbank (EZB)
Die Europäische Zentralbank wurde am 1. Juni 1998 als Organ der Geldpolitik und des Schichtsystems der Europäischen Union gegründet. Ihr Hauptsitz befindet sich in Frankfurt. Ihre wichtigste Funktion ist die Erhaltung der Kaufkraft der einheitlichen Währung sowie die Gewährleistung der Preisstabilität im Euro-Raum.
Einrichtungen der Regierung
- Exekutivkomitee: Der Rat legt die Geldpolitik der EZB fest und gibt Anweisungen an die nationalen Zentralbanken.
- Rat der Regierung: Die höchste Instanz für geldpolitische Entscheidungen im Euro-Raum.
- Allgemeine Ratschläge: Übernehmen Aufgaben der Koordinierung und Konsultation im Hinblick auf die künftige Erweiterung des Euro-Währungsgebiets.
Spezifische Funktionen
Die EZB entscheidet über die Politik des Eurosystems, koordiniert und überwacht geldpolitische Erscheinungen, erlässt Rechtsakte im Zusammenhang mit dem Eurosystem, genehmigt die Emission von Banknoten, beteiligt sich an der internationalen Marktkooperation und erstellt Berichte über finanzielle Risiken sowie Beratungsaktivitäten für EU-Institutionen und nationale Behörden.
Geldpolitik
Die Geldpolitik umfasst eine Reihe von Maßnahmen, die von Wirtschafts- oder Geldbehörden genutzt werden, um Veränderungen in der Geldmenge oder beim Preis des Geldes (dem Zinssatz) zu steuern, um bestimmte makroökonomische Ziele zu erreichen.
Inflation und Deflation
Die Inflation ist der allgemeine und anhaltende Anstieg des Preisniveaus über die Zeit. Die Ursachen sind vielfältig, wie etwa das Wachstum der Geldmenge, eine steigende Nachfrage oder steigende Kosten der Produktionsfaktoren (Rohstoffe, Energie, Löhne usw.). Ein anhaltender Rückgang der Preise wird als Deflation bezeichnet.
Arten der Inflation
- Moderate Inflation: Die Preise steigen langsam. Wenn die Preise relativ stabil sind, bewahren Menschen ihr Geld auf Bankkonten auf, da es dort seinen Wert über Monate oder ein Jahr hinweg weitgehend behält.
- Galoppierende Inflation: Beschreibt Steigerungsraten von zwei oder drei Ziffern (z. B. 120 % oder 240 % pro Jahr). Hierbei treten häufig wirtschaftliche Veränderungen auf, wie die Indexierung von Verträgen oder die Bindung an ausländische Währungen wie den Dollar.
- Hyperinflation: Eine extreme Form der Inflation, die bis zu 1000 % pro Jahr erreichen kann. Dies deutet auf eine schwere Wirtschaftskrise hin, da das Geld massiv an Wert verliert, die Kaufkraft sinkt und die Menschen versuchen, ihr Geld schnellstmöglich auszugeben, bevor es wertlos wird.
- Stagflation: Eine Kombination aus Inflation und Rezession.
- Deflation: Ein allgemeiner Rückgang der Preise, der oft durch einen Mangel an Nachfrage verursacht wird.