Die europäischen Revolutionen: 1820, 1830 und 1848
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Die revolutionären Zyklen in Europa: 1820, 1830 und 1848
1. Opposition gegen das System der Restauration
Nach dem Sturz Napoleons versuchte die Heilige Allianz, die alte Ordnung wiederherzustellen. Doch die Bourgeoisie akzeptierte die Rückkehr zum Ancien Régime nicht. Es entstand ein gemeinsames Interesse zwischen der bürgerlichen Intelligenz und der Arbeiterschaft, die das allgemeine Wahlrecht forderten.
a) Liberalismus
Der Liberalismus verbreitete sich durch Schriften von Philosophen wie Benjamin Constant, die Presse und Geheimgesellschaften. Die Kernforderungen waren:
- Politik: Nationale Souveränität, Gewaltenteilung, weltliche Bildung, geschriebene Verfassungen und die Begrenzung der königlichen Macht.
- Wirtschaft: Laissez-faire, laissez-passer – keine staatlichen Eingriffe in wirtschaftliche Aktivitäten.
b) Nationalismus
Der Nationalismus definierte sich über Herkunft, Traditionen, Sprache und Kultur. Er richtete sich gegen die absolute Monarchie und fremde Herrschaft. Wichtige Strömungen waren:
- Traditionalisten: Fokus auf Geschichte und Kultur (z. B. Michelet).
- Demokraten: Fokus auf die Freiheit der Völker (z. B. Mazzini).
c) Soziale Gruppen gegen die Restauration
- Gemäßigt-Liberale (Aristokratie): Verteidigten Eigentum, Verfassung und Zensuswahlrecht.
- Radikal-Demokraten (Bürgertum): Forderten das allgemeine Wahlrecht.
- Sozialisten (Arbeiter/Proletarier): Strebten den Wohlfahrtsstaat an.
I. Konzept der Aufstände
Die Aufstände wurden von der Bourgeoisie gegen das Wiener System (1815) geführt. Die Ziele waren:
- Politisch: Ersetzung absoluter Regimes durch konstitutionelle Systeme.
- National: Durchsetzung des Rechts der Völker auf eine souveräne Nation.
Die Revolutionen von 1848 waren dabei europäischer, radikaler und demokratischer geprägt als die vorangegangenen Bewegungen.
II. Ursachen der Revolutionen
Die Revolutionen von 1820 bis 1848 markieren den Aufstieg der europäischen Bourgeoisie.
- Wirtschaftliche Faktoren: Preisschwankungen, sinkende Löhne, Arbeitslosigkeit und soziale Unruhen führten zu einer Radikalisierung gegen die bürgerlich-aristokratische Oligarchie.
- Politische Faktoren: Der Widerspruch zwischen den Prinzipien der Restauration (absolute Monarchie) und den liberalen sowie nationalen Projekten der Bourgeoisie.
III. Entwicklung
Es lassen sich zwei Haupttypen von Revolutionen unterscheiden: rein politische Umbrüche (Ersatz des Absolutismus durch Liberalismus) und nationale Bewegungen (Streben nach einem unabhängigen Nationalstaat).